CrossFire: ATIs Pendant zu NVIDIAs SLI-Technologie
Einleitung :
Die Bezeichnung CrossFire dürfte sicherlich einigen
von der Automarke Chrysler bekannt sein, die seit Ende 2003
unter dieser Bezeichnung ein Sportcoupé auf Basis
des Mercedes SLK ins Rennen schickt.
Wir wollen uns heute nicht mit Autos, sondern mit ATIs CrossFire
Technologie näher beschäftigen.
Seitdem der Einsatz von zwei Grafikkarten mittels SLI-Technik
von NVIDIA seine Renaissance Ende 2004 feierte, war es nur
eine Frage der Zeit, bis ATI mit einer eigenen Lösung
kontern würde.
Heute präsentiert ATI endlich seine eigenen Lösungen,
die sich teilweise sehr stark von NVIDIAs SLI Technik unterscheidet.
Auf den nachfolgenden Seiten setzen wir uns einmal näher
mit der Multi Video Processing Technologie
(Kurz: MVP) auseinander, welche ATI unter dem Brand CrossFire
vermarkten wird.

Die Modi
Insgesamt bietet ATI vier verschiedene Modi an, drei zur
Leistungssteigerung und einen zum Verbessern der Bildqualität.
SuperTiling
Im SuperTiling wird das Bild in einzelne kleine Quadrate
aufgeteilt, ähnlich wie bei einem Schachbrett. Durch
die kleinen Schachmuster soll die mögliche Leistung
aus zwei Grafikkarten noch besser genutzt werden können.
SuperTiling unterstützt derzeit nur Direct3D Anwendungen.
 
Scissor
ATIs Scissor dürfte ähnlich dem Split Frame Rendering
Verfahren von NVIDIA arbeiten. Bei dieser Technik teilen
sich beide Grafikkarten die Arbeit an jedem einzelnen Frame.
Eine Grafikkarte rechnet den oberen Teil des Bildes, die
andere den unteren. Durch den dynamischen Lastenausgleich
unter den beiden Grafikkarten bietet auch Scissor eine gute
Performance Skalierung. Anwendung findet Scissor bei Direct3D
und OpenGL Spielen.
AFR – Alternate Frame Rendering
Alternate Frame Rendering (AFR) wurde bereits von ATI bei
der Rage Fury MAXX angewandt. Bei dieser Technik rendert
jeder Grafikchip ein volles Frame für sich. Im Klartext:
Ein Chip übernimmt die „geraden“ und der
zweite die „ungeraden“ Bilder. Durch das AFR
verdoppelt sich die maximale Füllrate. Angewandt werden
kann AFR sowohl bei Direct3D oder OpenGL Applikationen.
Super AA Mode
Im Super AA Mode rendert jede Grafikkarte den gleichen
Frame mit einem unterschiedlichen Samplemuster. Die CrossFire
„Compositing Engine“ setzt beide Frames zusammen
und ermöglicht so eine sehr gute Kantenglättung.
Zurzeit steht Super AA nur für Direct3D Anwendungen
zur Verfügung.
 
Besonders interessant sind dabei der 10x AA und der 14x
AA Modus. Neben dem bereits bekannten Multisampling (MSAA)
mit gedrehtem Raster bzw. handoptimiertem „Sparse“-Raster
kommt zusätzlich noch das altbewährte Supersampling
(SSAA) zum Einsatz. Durch das zusätzliche 2 fache Supersampling
wird Kantenflimmern verhindert und zudem werden neben den
Kanten auch die Texturen geglättet.
 
weiter
|