Einleitung :
Seit dem 4. Mai sind alle Features und Eckdaten
der Radeon X800 Pro und X800 XT Platinum Edition Grafikkarten
bekannt. Das "X" deutet allerdings keine DirectX-10-Unterstützung
an, sondern steht einfach für römisch Zehn, denn
Radeon 10800 wäre nicht wirklich eine gute Produktbezeichnung
geworden. Ohnehin besagt die Anfangszahl der Produktreihe
nichts mehr über die DirectX Fähigkeit eines Grafikchips
aus, denn Radeon-9000- und -9200-Karten beherrschen bekanntlich
auch „nur“ DirectX 8.1.
Nachdem
wir nun schon zwei Radeon X800 Pro Grafikkarten der AIB-Partner
Sapphire
und Elsa
testen konnten, werfen wir nun einen Blick auf die Referenz
Radeon X800 XT PE aus dem Hause ATI.
Modellvarianten
Zur Einführung wird es zunächst zwei
Modelle geben, die sich in der Zahl der Pixel Pipelines und
den Taktraten unterscheiden. Den Anfang macht die X800 Pro
mit 12 Pipelines und einem Takt von 475 MHz für den Chip
und 450 MHz für den GDDR3 Speicher. Seit Ende Mai sind
die ersten X800 Pro Grafikkarten zahlreicher ATI AIB-Partner
in Europa erhältlich.
Ende Juni bis Mitte Juli soll die höher getaktete Radeon
X800 XT Platinum Edition mit 16 Pixel Pipelines folgen.
Im Gegensatz zu früheren Chipvarianten können die
"schlafenden" Pipes auch nicht mehr einfach per
Software/Bios-Update
reaktivieren lassen.
Ebenfalls für Juli ist eine X800 SE mit 8 Rendering Pipelines
geplant, nähere Information liegen hierfür aber
noch nicht vor.
Seit einigen Tagen ist neben der Radeon X800 XT Platinum Edition
auch noch eine Radeon X800 XT ohne PE mit reduziertem Takt
im Gespräch, welche die Preislücke zwischen der
Radeon X800 XT Platinum Edition und der Radeon X800 Pro schließen
soll. Laut unseren neusten Informationen ist die Radeon X800
XT derzeit aber nur als PCI Express Variante wirklich sicher
geplant, eine AGP-Version ist zwar möglich, aber nicht
spruchreif.
| Modelle |
X800 SE |
X800
Pro |
X800
XT |
X800 XT
PE |
| Fertigung |
0,13µm low-k |
0,13µm low-k |
0,13µm low-k |
0,13µm low-k |
| Chiptakt |
- MHz |
475 MHz |
412 MHz |
520 MHz |
| Speichertakt |
- MHz |
900 MHz |
1000 MHz |
1120 MHz |
| Max. Speicher |
256 MB |
256 MB |
256 MB |
256 MB |
| Pixel-Pipelines |
8 |
12 |
16 |
16 |
| TUs pro Pipe |
1 |
1 |
1 |
1 |
| Speicher-Interface |
128/256 Bit |
256 Bit |
256 Bit |
256 Bit |
| AGP-Modus |
4x/8x |
4x/8x |
4x/8x |
4x/8x |
| DirectX-Support |
9.0 |
9.0 |
9.0 |
9.0 |
| Pixel-Shader |
2.0 |
2.0 |
2.0 |
2.0 |
| Vertex-Shader |
2.0 |
2.0 |
2.0 |
2.0 |
Die Karte
Die
Anordnung der Bauteile des Referenzdesign PCB (Printed Circuit
Board) mit der Nummer A26100-00B der Radeon X800 XT Platinum
Edition gleicht den der Radeon X800 Pro Grafikkarten mit der
Nummer A26100-00.
Optisch ist die Referenz X800 XT PE von den
bisher ausgelieferten X800 Pro Grafikkarten nur durch den
Aufdruck auf den Samsung Speicherbausteinen zu unterscheiden.
Die Speichermodule der Pro sind bis 500 MHz (DDR) Taktrate
spezifiziert, die der XT bis zu 600 MHz (DDR).
Der verwendete Lüfter ist schon von den zuvor getesteten
Radeon X800 Pro Grafikkarten bekannt und wird auch auf der
Radeon X800 XT PE seinen Dienst verrichten.
Durch den höheren Takt werden die GDDR3 Speicherchips
zwar ein Stück heißer als die der Radeon X800 Pro,
doch müssen die Speichermodule nicht extra gekühlt
werden.
   
Overclocker werden hier schnell an die thermischen
Grenzen stoßen, was auch einige AIB-Partner erkannt
haben und ihre Radeon X800 XT PE mit einer eigenen Kühllösung
versehen werden, die neben dem Grafikchip selbst auch die
Speicherchips mitkühlen wird.
Der Referenzkühlkörper ist so gebaut, dass der gegenüberliegende
PCI-Slot durchaus noch nutzbar ist. Aufgrund der IRQ-Verteilung
macht es aber wenig Sinn, den 1. PCI-Slot zu nutzen, denn
hierdurch entstehen meistens Stabilitätsprobleme. Im
Idealfall sollte der 1. PCI-Slot immer frei bleiben, um so
den Grafikkartenlüfter möglichst viel Frischluft
ansaugen zu lassen.
   
Ausgestattet ist die Radeon X800 XT PE mit
8 K4J55323QF
Speicherchips von Samsung. Spezifiziert sind die Chips mit
1,6 ns für bis zu 600 MHz. Weitere Details zum neuen
GDDR3
Speicherstandard können unserem Radeon X800 Preview
entnommen werden.
Kommen wir noch einmal auf den Punkt der
Stromversorgung zurück. Dank Low-K und GDDR3 soll der
Stromverbrauch zumindest bei der X800 Pro sogar geringer ausfallen
als bei der Radeon 9800 XT. Sowohl die Radeon X800 Pro als
auch die X800 XT begnügen sich mit einem Molex-Anschluss
für die Hilfsspannungsversorgung. In Verbindung mit dem
von uns verwendeten Cooltek ADP 430 Watt-True Power Netzteil
konnten wir keine Probleme bezüglich der Stromversorgung
feststellen.
Je nach Rechner und Konfiguration sollte schon ein 350 Watt
Marken-Netzteil ausreichen, um eine Radeon X800 XT PE ohne
Problem betreiben zu können.
   
Der auf der Rückseite verbaute Rage
Theater ist, wie bei einigen Radeon 9800 XT Grafikkarten,
für die Video-In-Funktion zuständig. Der auf der
Vorderseite etwas unterhalb des Stromanschlusses angebrachte
gelbe Anschluss erlaubt den gehäuseinternen Anschluss
eines Video-In-Kabels, beispielsweise von der Gehäusevorderseite.
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