| ATI
Radeon X800 XT PE
Nie mehr die volle Filterqualität
mit der Radeon X800 Serie?
Ebenfalls bei unseren Kollegen von ComputerBase
zeigt eine News,
wie man bei der Radeon X800 Serie die volle Filterqualität
freischalten kann.
Durch drei Registry-Einträge ist es
möglich, die Optimierungen soweit abzuschalten, um die
Filterqualität der Radeon 9700/9800-Serie zu erhalten.
Zunächst ist es einmal wichtig, den
aktuell genutzten Pfad der Grafikkarte in der Registry zu
finden, am einfachsten geht es über die Suchfunktion.
Entweder mit (STRG+F) oder über Bearbeiten->Suchen
sucht man nach „AntiAliasSamples” im Registry-Editor
(Start, Ausführung, „regedit”).
Dieser Wert der „AntiAliasSamples” sollte dem
Wert, der aktuell im Treiber eingestellt ist, entsprechen.
Um sicher zu gehen, dass man den richtigen Pfad erwischt hat,
kann man bei geöffnetem Registry-Editor den Wert im Treiber
verstellen und dann im Regedit eine Aktualisierung per F5-Taste
erzwingen. Der AntiAliasSamples Wert sollte sich dem entsprechend
verändern.
In diesem Pfad werden nun drei neue Werte
vom Typ „Zeichenfolge“ (rechte Maustast->Neu->Zeichenfolg)
erstellt werden.
- RV350TRPER
- RV350ANTHRESH
- R420AnisoLOD
RV350TRPER und RV350ANTHRESH weist man einen
Wert von „1“ zu und R420AnisoLOD „2“

- RV350TRPER: Ist einzig und allein für
die Reduzierung der trilinearen Filterung zuständig.
- RV350ANTHRESH: Wirkt nur innerhalb der
Basistextur und bestimmt die Schwelle, ab der bei anisotroper
Filterung eine höhere Anzahl an Samples genutzt wird.
- R420AnisoLOD: Schaltet die Reduzierung
aus, die zur LOD-Wert Bestimmung der nötigen Anzahl
an Textursamples oberhalb der Mip-Stufe 1 benötigt
werden.
Die Unterschiede auf den Screenshots sind relativ gering,
so dass ATIs Optimierung durchaus in Ordnung geht. Doch leider
neigt die Optimierung besonders, durch das angehobene LOD,
teilweise zum Flimmern. Einen richtigen Vergleich könnten
nur hochauflösende Videos, welche wir leider nicht anbieten
können, erbringen. Denn erst in Bewegung werden die Optimierungen
wahrnehmbar.
Allerdings versichert ATI, dass der Erkennungsmechanismus
als auch der Filter unter ständiger Beobachtung der Ingenieure
steht. Sollten Bildqualitätsprobleme in Spielen auftreten,
werden diese entsprechend untersucht und mit dem kommenden
Catalyst Treiber entsprechend behoben.
Durch den kleinen Komprimierungsfaktor sind
die Bilder jeweils ca. 1,5 MByte groß.
Natürlich haben wir auch eine kleine
Performance-Messung durchgeführt, welche so im Spielalltag
kaum stattfinden wird. Denn üblicherweise wird neben
dem anistropischen Filter zusätzlich noch FSAA hinzugeschaltet.

Es ist hinlänglich bekannt, dass ATIs
im Treiber eingestelltes AF nur über die erste Texturstufe
trilinear filtert. Dies sorgt zwar für mehr Performance
gegenüber eine vollen Filterung über alle Stages,
doch sinkt somit auch die Bildqualität, was zwar kaum
bis gar nicht auffällt, aber dennoch nicht von der Hand
zu weisen ist. Mit dem rTool filtert die X800 XT PE über
alle Texturenstufen 1-7 mit trilinearem Filter und verliert
kaum etwas an Leistung. Dafür schlagen sich die abgeschalteten
Optimierungen relativ deutlich nieder. Tests mit aktivem FSAA
haben gezeigt, dass die Unterschiede von rund 10 Prozent auf
etwa 4 bis 5 Prozent schrumpfen.
Fazit
Während die Optimierungen bei einer Mainstream
Grafikkarte, wie der Radeon 9600 XT, durchaus angebracht sind,
stellt man sich die Frage: Wozu diese bei einer High End Grafikkarte
der X800 Serie?
Zumindest müsste man diese im Treiber
abschalten können, bis dahin muss man vorerst selbst
Hand anlegen, um die maximal mögliche Filterqualität
zu erreichen. Bleibt zu hoffen, dass ATI dem Anwender bald
die manuellen Einträge in der Registry mit einem kleinen
Schalter im Control Panel abnimmt.
|