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Asus Radeon 9800 XT

Die Karte

Asus Radeon 9800 XTNachdem ATI die Radeon 9800 XT mit einem Megalaunch am 30.09 auf Alcatraz vorgestellt hat, schauen wir uns mit der Asus Radeon 9800 XT ein ganz besonderes Modell der Radeon 9800 XT Serie an.
Gerüchte deuteten es bereits seit Wochen an, dass Asus neben nVidia Grafikkarten nun auch Grafikkarten mit Chips von ATI anbieten würde. Seit dem 01.10 sind diese Gerüchte nun offiziell.
Als ATI sich am 30.05 dazu entschlossen hatte, seine Grafiktechnologien dem Volumen-Boardhersteller-Markt zu öffnen, waren die meisten mit Exklusivverträgen an nVidia gebunden. Doch nun laufen viele dieser Verträge aus und die meisten Hersteller sind nicht mehr bereit sich nur noch auf die Chips eines Herstellers im Retail-Geschäft zu konzentrieren.

Asus Radeon 9800 XTAsus Radeon 9800 XT

Asus wagt als erster diesen Schritt und bietet neben nVidia Grafikkarten nun auch ATI Karten an.

Der Weg vom Tape-Out zum R360

ChipDer Original R300 wurde im 0.15 Mikron LV Prozess von Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. kurz TSMC gefertigt. Der 0.15 Mikron LV Prozess stellt den besten Kompromiss aus Leistung (high Performance) und Verlustleistung dar. In späteren Tests stellte sich heraus, dass durch Erhöhung der Core Spannung in Verbindung mit einer akzeptablen Ausbeute (yields) der Chiptakt weiter erhöht werden konnte.
Durch einen leicht verbesserten Fertigungsprozess, als 0.15 Mikron LVOD bezeichnet, konnte man den Chiptakt um weitere 38 MHz zum Tape-Out mit 287 MHz anheben.

Kurze Zeit später begann ATI mit der Entwicklung des R350. Nach der Valetierung aller möglichen Fertigungstechnologien, inklusive dem neuen 0.13 Mikron Prozess, hat sich ATI dazu entschlossen, den R350 in einem verbesserten 0.15 Mikron LVOD Verfahren fertigen zu lassen.
Die Designer legten beim R350 besonderen Wert auf die Isolierung (vermindern von Leckströmen) und auf verkürzte Signallaufzeiten im Chip. Im Zusammenspiel mit dem 0.15 Mikron HS Prozess konnte ATI den Chiptakt um weitere 55 MHz auf 380 MHz anheben.

ChipNach 6 Monaten entwickelt sich der 0.15 Mikron Prozess sehr gut und ermöglicht ATI eine sehr gute Ausbeute der Waver. Das bot ATI die Gelegenheit, den Takt weiter zu steigern. Doch man hatte besonders mit Problemen zwischen den Core I/O Pads und der Core Logic zu kämpfen. Beide Teile des Chips arbeiten mit einem unterschiedlichen Takt und nutzen zudem noch andere Transistoren mit etwas unterschiedlichen Antwortzeiten.
Die Ingenieure von ATI konnten das Problem durch die Implementierung der so genannten Delay Lock Loops Struckturen zwischen den beiden Chipteilen im R360 beheben.

Im Zusammenspiel von 0.15 Mikron mit Delay Lock Loops konnte ATI den Takt zur Radeon 9800 Pro deutlich steigern. Alle ATI Radeon Chips durchlaufen zahlreiche Tests, um die volle Zuverlässigkeit sicherzustellen, bevor ATI die Chips zur Produktion freigibt.
Um auch unter extremen Bedingungen den Betrieb der Radeon 9800 XT zu gewährleisten, hat sich ATI für einen konservativen Default-Takt von 412 MHz entschieden, um eine Überhitzung des Grafikchips zu vermeiden.

Doch laut den Aussagen von ATI steckt noch viel mehr im R360; in gut belüfteten Gehäusen sollen bis zu 460 MHz möglich sein.
Um dem User dennoch die beste Performance bieten zu können, setzt ATI bei der Radeon 9800 XT auf Overdrive. Die Technologie macht sich einen thermischen Sensor zu Nutze, der die unmittelbare Lufttemperatur in der Nähe des Grafikchips misst. Bei einer ausreichend niedrigen Temperatur besteht keine Gefahr von Überhitzung, so dass der Catalyst Treiber (ab 3.8) automatisch den Takt anhebt um die bestmögliche Performance zu bieten. In kühlen Gehäusen kann die Takterhöhung bis zu 30 MHz und mehr betragen.

Durch kleine Optimierungen und Innovationen ist es möglich die Taktraten des R300 so weit anzuheben, wie sie sonst nur in dem neuen und teureren 0.13 Mikron Fertigungsprozess möglich wäre. Zusammen mit der revolutionären Architektur stellt die Radeon 9800 XT zurzeit eine der besten Lösungen für PC Gamer dar.

Doch genug der Theorie, weiter geht es mit Details zur Radeon 9800 XT von Asus.


 
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