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CeBIT 2006 Teil II

EVGA

In den USA ist EVGA schon lange ein Begriff, während die Firma in Europa erst wirklich seit 2005 mit der Gründung einer eigenen Europa-Division richtig bekannt geworden ist. Aber schon vorher machte das Unternehmen mit seinen extravaganten Karten auf sich aufmerksam.

EVGA hatte im Gegensatz zu den anderen NVIDIA-Partnern bereits eigene Designs für die Messe parat, wenn diese auch nicht unbedingt in den Schaufenstern zu bewundern waren.

Zum Thema Quad-SLI gab es auch einige interessante Neuigkeiten. Obwohl NVIDIA auf der offiziellen Pressekonferenz noch verlautbaren ließ, dass entsprechende Rechner nur für System Builder kommen werden, gibt es dennoch entsprechende Pläne Quad-SLI auf für den Retail-Markt verfügbar zu machen. So wird EVGA, laut Aussage von Hernn Tismer, entsprechende Karten in den kommenden zwei Monaten verfügbar haben. Aussagen zum Preis sind noch verfrüht, sicher ist nur, dass entsprechende Lösungen sehr teuer werden könnten.
Ein weitere Neuerung – zumindest für den europäischen Markt – wird sein, dass EVGA ab sofort auch seine Mainboards in den deutschen Handeln bringen will. Wie bei den Grafikkarten setzt man auch hier einzig und alleine auf Produkte aus dem Hause NVIDIA. Neben den drei bereits in den USA verfügbaren Mainboards, wird es hierzulande zudem noch eine Micro-ATX Version mit SLI Support geben.

Mit dem Wechsel von Wolfgang Tismer von Gainward zu EVGA ist auch der Wakü-Spezialist Innovatek mit zu den Amerikaner gewechselt und präsentierte auf dem Stand von EVGA ein funktionsfähiges GeForce 7900 GTX SLI System, dass komplett wassergekühlt war. Selbiges lief ohne Probleme mit 700 MHz Chiptakt und war handwarme 40 Grad warm.

MSI

MSI präsentierte sich in diesem Jahr in Halle 22 Stand A16 und präsentierte unter dem Motto: „Innovation with Style“ sein komplette Produktportfolio von Notebooks, über MP3 Player bis hin zu Grafikkarten.

Obwohl es auch im Bereich der mobilen PCs und Media-Player einige interessante Neuerscheinungen gibt, wollen wir uns bei unserem Bericht nur auf die Grafikkarten konzentrieren und verweisen an dieser Stelle auf unsere Kollegen.

Das Highlight des Messestandes war ohne Zweifel das lauffähige Muster der Geminium-Go Grafikkarte, die zwei Grafikchips auf einem Träger-PCB vereint. Das auf der CeBIT gezeigt Modell unterscheidet sich von den bisher aufgetauchten Bildern in sofern, dass die MXM-Module nicht mehr hintereinander, sondern auf der Vorder- und Rückseite der Basiskarte angebracht sind. Wann und ob die Karte je in den Handel kommt ist aber weiterhin fraglich.

Damit nicht genug plant man neben den herkömmlichen Referenzmodellen in Zukunft auch spezielle Versionen für High-End Anwender, die zurzeit unter den Codenamen ARIS (NVIDIA) und ODIN (ATI) entwickelt werden und sich durch spezielle Kühlerdesigns und höhere Taktraten auszeichnen sollen.
Im Detail werden die jeweiligen Chips von ATI und NVIDIA auf schwarzen PCBs verbaut werden, die neben der GPU an sich, auch über MSIs hauseigenen CoreCell 3D Baustein verfügen sollen. Mit diesem können über entsprechende Software-Tools des Herstellers Spannungs- und Temperaturüberwachungen durchgeführt werden, aber auch an Übertaktungsmöglichkeiten wird es nicht mangeln.
Wie ARIS und ODIN letztendlich final heißen werden und ab wann entsprechende Modelle verfügbar sein werden, konnte MSI noch nicht beantworten. Die Preise sollen im Schnitt aber 10 bis 15 Prozent über den regulären Modelle liegen.

ABIT

Nach der Übernahme durch USI scheint sich ABIT langsam aber sicher wieder gefangen zu haben und präsentierte auf der CeBIT zahlreiche neue Mainboard-Produkte, darunter auch erste Prototypen für AMDs kommende AM2 Plattform.

Aber nicht nur Hauptplatinen gab es zu sehen, sondern auch ein digitales 2.1 Lautsprecher-System, welches auf den Namen iDome D500 Digital 2.1 hört. ABIT brüstet sich beim iDome damit, dass es sich um das erste rein digitale Lautsprecher-System handelt, welches intern vom Eingang bis zum Ausgang komplett digital arbeitet und dass Signal nicht umwandeln muss. Dadurch, dass das Signal verlustfrei reproduziert und verstärkt werden kann, soll eine deutlich bessere Soundqualität als mit herkömmlichen Systemen erreicht werden.

Zwar hat man im Sound-Bereich bisher noch keine einschlägigen Erfahrungen sammeln können, sieht das Ganze aber als willkommenes Experiment, dass man bei einem Erfolg durchaus weiterführen wird.

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