| CeBIT 2006 Teil
III
Das Interview Teil 2
ATI-News: Soweit wir wissen,
wird die wichtigste Neuerung der Support für DDR2 sein,
diese wird bringt zwar trotz der höheren Taktung aber
aufgrund der höheren Latenz kaum Vorteile. Wie will man
seitens AMD die Kunden zum Kauf des AM2 überzeugen? Wird
man gleich auf DDR2 800 gehen?
Herr Schwolow: Welche
Neuenrungen der AM2 letztendlich mit sich bringen wird,
wird die Zukunft zeigen. Was wir ja schon immer gesagt gaben,
dass wir mit mindestens DDR2 667 in den Markt gehen werden.
Alles darunter macht überhaupt keinen Sinn. Höchstwahrscheinlich
werden wir aber gleich auf DD2 800 setzen, da dann die Vorteile
der neuen Speichertechnologie wirklich sichtbar sind.
ATI-News: Wie lange wird man
den Sockel 939 noch unterstützen und welche Prozessoren
werden für diesen noch erscheinen?
Herr Schwolow: Der
Sockel 939 wird auch weiterhin bestehen bleiben, solange
ihn die Kunden auch haben wollen. Mit der Einführung
des AM2 wird es nicht zu einem scharfen Schnitt kommen,
sondern es wird eine langsame Transformation geben, weg
vom Sockel 939, hin zum AM2.
Neue Prozessoren wird es aber dann nur noch für den
AM2 geben, somit stellt der FX60 das Ende der Sockel 939
CPUs dar.
ATI-News: Wann wird die
Transformation weg von Single-, hin zu Dual-Core Prozessoren
abgeschlossen sein.
Herr Schwolow: Da
wird es sich ähnlich Verhalten, wie mit der Umstellung
vom Sockel 939 hin zum AM2. Single-Core Prozessoren wird
es noch so lange geben, wie eine Nachfrage am Markt vorhanden
ist. Natürlich wird dann die Dual-Core Technologie
irgendwann der Standard sein, aber wann das jetzt letztendlich
sein wird, hängt stark von den Markterfordernissen
ab und solange bieten wir auch noch Single-Cores an.
ATI-News: Wie geht die Entwicklung
der kommenden AM2 CPUs voran?
Herr Schwolow: Wie
man auf der CeBIT sehr schön sehen kann, sind ja bei
unseren Infrastruktur-Partnern schon die ersten Boards zu
sehen. Die Einführung steht kurz bevor, so dass die
AM2 Plattform insoweit schon finalisiert ist.
ATI-News: Warum hat man
die neuen Plattform nicht schon zur CeBIT vorgestellt, wo
man doch hier schon die versammelte Fachpresse auf einem „Haufen“
hat?
Herr Schwolow: Das
hat einfach damit zu tun, dass die CeBIT für uns nicht
der richtige Zeitpunkt war, um die neue Plattform zu launchen.
Außerdem war und ist es uns wichtig, dass wir die
Produkt zur Veröffentlichung auch in den Läden
stehen und dies ist wiederum abhängig davon, wann unsere
Kunden die Produkte benötigen.
ATI-News: Auf der IDF haben
Sie ja erstmals den Turion X2 präsentiert, was kann man
von dem Chip Performance-mäßig erwarten und welche
Neuerungen wird er mit sich bringen.
Herr Schwolow: Der
Turion X2 wird, wie schon der AM2, in der ersten Jahreshälfte
kommen. Mehr kann ich zu diesem Thema leider noch nicht
sagen.
ATI-News: Wie siehts es
beim Turion X2 bezüglich des Verbrauches aus und wie
will man Intels Centrino-Marktmacht brechen?
Herr Schwolow: Dazu
muss man grundlegend sagen, dass Centrino nicht gleichbedeutend
mit geringer Leistungsaufnahme ist. Der Turion ist seit
einem Jahr im Markt und konnte seit dem aus dem Nichts satte
15 Prozent Marktanteil erringen.
Was die Leistungsaufnahme anbetrifft, so sind wir derzeit
mit 25 bzw. 35 Watt sehr gut dabei und müssen uns nicht
hinter dem Pentium M oder dem Core Duo verstecken.
ATI-News: Warum hat man
bei AMD eigentlich nicht die Form der Plattform gewählt?
Herr Schwolow: Wir
wollen keine propritären Lösungen anbieten. Wir
setzen auf Industrie-Standards und sind der Meinung, dass
diese nicht schlechter sein müssen. Absolut nicht!
Der Turion ist ein gutes Beispiel dafür. Unserer Auffassung
nach, sollen unseren Kunden entscheiden, was für sie
am besten ist und nicht wir.
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