Die Geschichte der CeBIT!
Einleitung :
Es ist mal wieder soweit! Die CeBIT steht vor der Tür
und das Team von ATI-News wird sich auch in diesem Jahr
wieder auf den langen und „beschwerlichen“ Weg
in die niedersächsische Hauptstadt machen, um unsere
Leser über die neusten Geschehnisse und Trends der
weltgrößten ITK-Messe zu informieren. Im Gegensatz
zu den vorherigen Jahren werden wir dieses Mal aber nicht
nur das Wochenende auf dem Messegelände verbringen,
sondern gleich fünf volle Tage, was wir vor allem unserem
mehr als „überfüllten“ Terminkalender
zu verdanken haben. .-)
Da nicht jeder selber die CeBIT besuchen kann und auch
nicht unbedingt alle wissen, was sich hinter der Computer-Schau
eigentlich verbirgt, haben wir uns dazu entschieden, einen
kleinen, aber feinen Artikel über die Ursprünge
und Entwicklung der IT-Ausstellung zu verfassen.
Wie alles begann
Die Wurzeln der CeBIT reichen bis in die
50er Jahre zurück, als die damals unter der Bezeichnung
„Büroindustrie“ zusammengefasste Branche
noch ein Teil der Hannover Messe war. Im Zuge der fortschreitenden
Technisierung sorgte sie auf der weltgrößten Industriemesse
vor allem in den Anfängen für zahlreiche, die Besucher
ins Staunen versetzende Highlights, denn heute völlig
alltägliche Dinge, wie Computer oder Taschenrechner,
waren zur damaligen Zeit noch etwas völlig fremdes.
1970 unterstrich die Deutsche Messe AG die
zunehmende Bedeutung dieses Industriezweiges mit dem Bau der
Halle 1, die nur für Aussteller aus dem Bereich „Informationstechnik“
zugänglich war. Mit der neuen Halle erhielt der Ausstellungsschwerpunkt
„Büroindustrie“ auch einen neuen Namen: CeBIT,
der ja bekanntlich für „Centrum der Büro-
und Informationstechnik“ steht. Er hatte sich nur mit
knapper Mehrheit gegenüber der Bezeichnung CeBOT (Centrum
für Büro- und Organisationstechnik) durchgesetzt.
Ausschlaggebend für diese Entscheidung war letztendlich
die zweite Silbe „BIT“ im Namen, die ja für
die kleinste Dateneinheit eines Computers steht und somit
der zunehmenden Bedeutung dieses Mediums am besten Tribut
zollen konnte.

Die 70er und besonders die 80er Jahre verdeutlichen
diesen Trend am Besten: Schon bald stieß man mit der
Halle 1 an die Grenzen des möglichen, weshalb die Messe
AG auch schnellstmöglich weitere Hallen zur Verfügung
stellen musste, um der wachsenden Nachfrage der IT-Branche
Herr zu werden. Dies war aber auch nur ein Tropfen auf den
heißen Stein, denn immer mehr Software- und Hardware-Anbieter
wollten die CeBIT als Ausstellungsplattform nutzen. Der Ansturm
war teilweise so groß geworden, dass viele Aussteller
aufgrund von Platzmangel außen vor bleiben mussten.
Auch die Hinzunahme von weiteren Hallen konnte nur bedingt
Abhilfe schaffen.
So wurden immer mehr Wünsche laut, die
CeBIT als eigenständige Messe, abgetrennt von der Messe
Hannover, zu etablieren. Im November 1984 reagierte die Messe
AG darauf und ließ verlauten, dass man von 1986 an jährlich
die CeBIT im März und die Hannover Messe einen Monat
später im April veranstalten wollte. Leicht gemacht hatte
man sich diese Entscheidung aber nicht, zumal man teilweise
auch auf heftigen Widerstand einiger Industriebereiche traf,
die der Aufteilung sehr skeptisch gegenüberstanden. Letztendlich
setzten sich die Befürworter einer Trennung durch, die
als Argumente vor allem die besseren Rahmenbedingungen und
die erweiterte Ausstellungsfläche ins Feld führten.
Wie nötig die Trennung war, zeigte die letzte gemeinsame
Hannover Messe deutlich, denn mit knapp 7.000 Ausstellern
und mehr als 800.000 Besuchern war das Messegelände gnadenlos
überfüllt.
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