| CeBIT
2006: Warm-Up
ATI
Während
ATI auf der CeBIT 2005 noch eine ganze Halle gemietet hatte,
wird ATI dieses Jahr nicht mit einem eigenen Stand vertreten
sein. Die Kanadier beschränken sich darauf über
ihre AIB Partner vertreten zu sein. Lediglich für die
Presse und die Kunden steht eine kleine Lokalität zur
Verfügung.
Einen Grund für die „Abkehr“
nannte ATI offiziell nicht, aber es liegt nahe, dass die hohen
Standmieten und der nur geringe Image-Nutzen ausschlaggebend
für das Fernbleiben der Kanadier waren. Die „Nordmänner“
sind aber nicht die einzigen die ihr Engagement auf der CeBIT
einschränken, denn auch AMD hatte in den vergangenen
zwei Jahren keinen eigenen Stand.
Nichtsdestotrotz wird es einiges von ATI
zu sehen geben, denn neben zahlreichen Radeon X1900 Varianten
mit Silent-Kühlern und Wakü, wird erstmals auch
der Radeon Xpress 3200 öffentlich zu sehen sein.

Für ATI stand uns René Froelecke
zur Verfügung, der sich freundlicherweise die Zeit nahm,
unsere Fragen zu beantworten.
ATI-News: Wird man zukünftig
auf Master-Karten und Dongle bei der Einrichtung eines CrossFire-Systems
verzichten können?
Rene: Ausgehend
von der derzeitigen Architektur glauben wir, dass man eine
direkte Verbindung zwischen den Grafikkarten mittels Dongle
oder was auch immer benötigt, um auch in hohen Auflösungen
eine akzeptable Framerate zu erhalten.
Im Mid-End Bereich, wo man es mit deutlich geringeren Auflösungen
zu tun hat und weniger Daten zwischen den Karten transferiert
werden, ist eine connectorfreie Lösung möglich,
wie wir es mit der Radeon X1300 und X1600 bereits praktizieren.
ATI-News: Unterstützt
die Radeon X1000 Serie alle Funktionen des Shader Model 3.0?
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um das
Zertifikat von Microsoft zu bekommen?
Rene: Die
Radeon X1000 Serie bietet volle Unterstützung für
das Shader Model 3.0. Die Voraussetzungen sind zahlreich
und können mit Microsofts DCT Test überprüft
werden, welcher sich auf der Homepage der Redmonder findet.
ATI-News: Wie wir ja alle
wissen, war der R520 ursprünglich mal für den Juli
geplant gewesen, was ist schief gelaufen?
Rene: Ich
darf hier leider keine Details nennen, aber es ist war,
dass wir einige Probleme mit dem R520 hatten. Das Hauptproblem
lag darin, dass wir nicht die gewünschten Taktraten
erreichen konnten, während der Chip sonst tadellos
funktionierte. Das Problem konnte nicht mir unseren damaligen
Simulationswerkzeugen gefunden werden. Durch Zufall stießen
dann einige unserer Entwickler auf den Fehler. Als der Fehler
einmal gefunden war, dauerte es bildlich gesprochen nur
ein paar Stunden, bis das Problem gelöst war.
ATI-News: Der R520 verfügt
über ausgezeichnete floating point Fähigkeiten,
inklusive MSAA – etwas, was die GeForce 7 Serie zum
Beispiel nicht kann – aber warum verfügt die X1000
nicht über FP16 filtering in Hardware? Wird es dies in
zukünftigen Produkten geben?
Rene: Wenn
man mit High Dynamic Range (HDR) Effekten arbeitet, gibt
es nur wenige Fälle, wo floating point filtering wirklich
gefragt ist und in diesen Fällen kann man es auch über
ein Shader Programm emulieren.
ATI-News: Warum ist ATI
beim R520 noch nicht den Weg einer Unified Shader Architektur
gegangen, wie man dies mit dem Xenos getan hat? Wird ihr Next
Generation Chip auf einer Unified Shader Architektur basieren?
Rene: Der
Xenos wurde in Kooperation mit Microsoft speziell für
die Xbox 360 entwickelt; mit dem klaren Ziel, den schnellsten
Grafikchip für eine Spielkonsole zu entwickeln.
Sicher ist aber, dass ein solches Konzept früher oder
später auch im PC Einzug halten wird, momentan ist
die Zeit aber noch nicht reif dafür.
ATI-News: Welche Features
mussten sie aus der X1000 streichen, die ursprünglich
einmal geplant waren?
Rene: Keine!
Die X1000 Serie verfügt über alle Features, die
zu Beginn der Planung einmal festgelegt wurden.
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