ATI- und NV-Silencer von Arctic Cooling
Einleitung :
Seit dem Debakel mit der FlowFX
Kühllösung der GeForce 5800 Ultra, achten beide
großen Chipschmieden aus Toronto und Santa Clara immer
mehr darauf, effizienter und leiser Kühler zu bauen.
ATI ist NVIDIA mit der X800 Serie einen Schritt voraus und
liefert auch mit einer Single-Slot Lösung noch einen
angenehmen Geräuschpegel. Nachteil dieser Lösung
ist allerdings das relativ geringe Übertaktungspotenzial,
was aber je nach Grafikkarte unterschiedlich ausfällt.
NVIDIA geht aktuell bei seinem Flagschiff der 6800 Serie einen
anderen Weg und setzt weiterhin auf eine Dual-Slot Lösung,
welche zwar einigen Spielraum zu übertakten lässt,
doch durch den schnell drehenden Lüfter, alles andere
als leise ist.
Eine Alternative sind die Nachfolger des legendären
VGA Silencers von Arctic Cooling. Wir schauen uns deshalb
einmal den NV-Silencer 5 näher an.

Lieferumfang
Je nach ATI- bzw. NV-Silencer Model variiert
der Lieferumfang etwas. Grundsätzlich ist in der Blisterverpackung
der Lüfter an sich, Befestigungsmaterial, Wärmeleitpaste,
zweite Slotblende und eine ausführliche Einbauanleitung
in Englisch und Deutsch enthalten. Bei einigen Modellen befindet
sich zudem noch ein Aluminiumprofil zur Kühlung der rückseitig
verbauten Speicherchips im Lieferumfang.
 
Varianten
Arctic Cooling bietet für viele Grafikkarten
spezielle Kühler, die in der Halterung und Lüfterumdrehung
an das entsprechende Modell angepasst sind.
ATI Grafikkarten:
- ATI Silencer 1 - ATI 9500 SE/Pro, 9600 SE/Pro/XT, 9700
SE/Pro, 9800 Pro
- ATI Silencer 2 - ATI 9600 Pro/XT
- ATI Silencer 3 - ATI 9800 Pro 256MB und 9800 XT
- ATI Silencer 4 - ATI X800 (R420)
NVIDIA Grafikkarten:
- NV Silencer 1 – GeForce 4 Ti, FX 5700
- NV Silencer 2 – GeForce FX 5700
- NV Silencer 3 – GeForce FX 5900 XT
- NV Silencer 5 – GeForce FX 6800 Serie
Neben der unterschiedlichen Bauform, unterscheiden
sich die Modelle auch noch in der Lautstärke, was durch
die Umdrehungszahl der Lüfter hervorgehoben wird.
So dreht der ATI-Silencer 2 1500 U/min und wird mit 0,3 Sone
angegeben, der NV-Silencer 5 dreht mit 2500 U/min und kommt
auf 0,9 Sone, was natürlich immer noch kein Vergleich
zum Serienmodell ist.
Der Aufbau
Der grundsätzliche Aufbau ist bei allen
Silencern gleich und besteht im Grunde aus drei Elementen.
Zum einen die große Kupferbodenplatte, samt Aluminiumkühllammellen,
dem länglichen Luftkanal aus Plastik und einem 72 mm
großen Lüfter.
Der Lüfter arbeitet nach dem so genannten DHES (Direct
Heat Exhaut System) Prinzip. Der Radiallüfter saugt die
Luft über den Lüfter mit 11 Rotorblättern an,
die Luft strömt durch den Plastikkanal über die
Aluminiumkühllammelen, der durch ein zweites Slot-Bleches
direkt nach außen mündet. Damit entweicht die warme
Luft direkt auf dem PC und sorgt so für eine bessere
Kühleffizienz und niedrigere Gehäusetemperaturen.

Der Plastikkanal ist, wie schon beim VGA-Silencer,
komplett transparent gehalten und bietet somit freie Sicht
auf das Innenleben.
Eine Bodenplatte aus Kupfer ist das Herzstück der neuen
Silencer-Serie und kühlt neben dem Grafikchip auch die
Speicherchips auf der Vorderseite mit. Die komplette Bodenplatte
ist zwar sauber verarbeitet, allerdings nicht hochglanz poliert,
wie man es von einigen anderen Kühlern her kennt. Wer
die Wärmeabfuhr nochmals minimal verbessern will, der
kann mit den entsprechenden Hilfsmitteln selber Hand anlegen
und die Bodenplatte polieren. Die direkt auf der Bodenplatte
angebrachten Kühllamellen sorgen für die Weitergabe
der Wärme an die Luft. Die Anzahl der Lamellen variiert
je nach Silencer.

Aber auch an die rückseitigen Speicherchips
hat Arctic Cooling gedacht und liefert, falls nötig,
auch ein Aluminiumprofil mit.
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