Einleitung :
Zum vierten Mal in Folge fand dieser Tage die wohl wichtigste
und größte Computerspiele-Messe Europas statt:
Die Games Convention in Leipzig. Dass man bei der GC wahrlich
von einer Erfolgsgeschichte – ähnlich der der
CeBIT – sprechen kann, verdeutlichen am besten die
wirklich phänomenalen Wachstumsraten, denn seit dem
Crash der New Economy gibt es wohl kaum noch eine Messe,
weder in Deutschland oder Europa, die überhaupt wachsen
konnte. Waren es 2002 noch 80.000 Besucher, stieg die Zahl
im diesem Jahr auf 134.000.
Aber nicht nur das Interesse bei den „Gamern“
stieg, sondern auch die Zahl der Aussteller, die in diesem
Jahr mit 280 einen neuen Rekordstand erreichte. Nur logisch
war daher die Erhöhung der Ausstellungsfläche
um 46 Prozent, gegenüber dem Vorjahr, auf nun 80.000
Quadratmeter. Mehr Besucher, mehr Aussteller und mehr Fläche
rufen fast zwangsläufig auch mehr Journalisten auf
den Plan. Fanden 2002 die GC 750 Vertreter aus 6 Ländern
interessant, waren es 2005 mehr als 2000 aus 28 Ländern.

Die Messe vor der Messe: Developerkonferenz, Eröffnungskonzert
und Medientag
Wie schon in den Jahren zuvor begann die Messe schon zwei
Tage vor der eigentlichen Eröffnung mit der Games
Convention Developers Conference (Kurz: GCDC).
Die GCDC richtet sich besonders an Entwickler, Publisher,
Journalisten, sowie Vertreter von Forschungs- und Weiterbildungseinrichtungen
und soll laut Angela Schierholz (Projektleiterin der GC)
der Branche eine Diskussionsplattform geben und ein Impulsgeber
für Entwicklungsthemen sein. Thematische Schwerpunkte
sind die Bereiche Development, Business und Science, zu
denen jeweils eine spezielle internationale Keynote geboten
wurde. Als Top-Referent hatte sich Spiele-Guru Peter Molyneux
aus den USA angesagt, der die mehr 500 Konferenzteilnehmer
über die neusten Trends und Entwicklungen informierte.
Erstmals gab es am 17. August, einen Tag vor dem offiziellen
Start, auch einen exklusiven Fachbesucher- und Medientag,
an dem sich die Journalisten über alle Neuheiten in
Ruhe und abseits vom sonst üblichen Trubel informieren
konnten. Dies war aber auch bitter nötig, denn in den
Jahren zuvor war die Situation alles andere als zufrieden
stellend: aus den nähten platzende Hallen und überlaufende
Pressekonferenzen waren keine Seltenheit.
Ein „Deja Vu“ der besonderen Art gab es zum
eigentlichen Beginn der GC2005, denn wie schon in den beiden
vorangegangen Jahren, organisierte die Messe-Leipzig das
obligatorische Eröffnungs-Konzert. Unter der Leitung
von Andy Brick spielte am 17. August im Gewandhaus zu Leipzig
das renommierte FILMharmonic Orchestra Prag diverse Computerspiel-Soundtracks,
darunter Stücke aus „World of Warcraft",
„The Chronicles of Riddick" und „Brothers
in Arms".
