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Gigabyte @ ATI-News

In der letzten Woche konnten wir zwei Mitarbeiter von Gigabyte bei ATI-News begrüßen : Zum einem Frau Kuo (Marketing und Kommunikation) und Herrn Lu (Testing Planning Department).

Alle wichtigen Fakten und Infos aus unserem Gespräch mit Gigabyte

Gigabyte fertigt die Mainboards und Grafikkarten in Taiwan. Von dort werden die Produkte ins Zentrallager in den Niederlande ( für Europa) geflogen. Nach bereits 5 Tagen kann der Konsument die Ware aus Taiwan in den Shops kaufen.
Ebenfalls repariert Gigabyte defekte Mainboards und Grafikkarten in den Niederlanden, zudem bietet Gigabyte 2 Jahre Garantie.
Die Gigabytevertretung in Deutschland umfaßt 15 Mitarbeiter, welche sich um Marketing und um die logistischen Aufgaben in Europa kümmern.

Produkte mit ATI Chips

Den Start machen die Radeon IGP Chipsätze.

Wir erinnern uns: Zur CeBit 2002 stellte ATI die neuen Radeon IGP Chips vor.
Einige Systemintegrator verbauen bereits erste Mainboards mit dem Radeon IGP 320 Chip.
Gigabyte hat zurzeit kein Radeon IGP Mainboard aus zwei Gründen im Programm:

  • Die Nachfrage ist zurzeit zu gering.
  • Die Mainboards sind auch recht aufwendig in der Fertigung ( Radeon IGP 340) und somit auch recht teuer.

Sollte jedoch die Nachfrage in nächster Zeit steigen, so wird auch Gigabyte Mainboards mit dem Radeon IGP Chips anbieten.

Grafikkarten

Zum Einstieg produzierte Gigabyte nur Grafikkarten mit nVidia Chips, jedoch erhielt man nicht die volle Unterstützung von nVidia, wie man sie sich gewünscht hatte.
So kam es Gigabyte genau richtig, dass ATI am 30.05.01 das gesamtes Angebot an Grafiktechnologien dem Volumen-Boardhersteller-Markt geöffnet hat.

Seit her hat man nVidia den Rücken gekehrt und setzt nun voll auf ATI.
Gigabyte kauft von ATI nur die Grafikchips, so wie andere Komponenten wie Speicher etc., werden selber eingekauft. Zwar macht ATI Gigabyte keine Vorschriften ,welche Bauteile verwendet werden sollen, jedoch achtet auch Gigabyte immer sehr genau auf die Qualität der Bauteile.

Ähnlich sieht es beim PCB-Layout aus, Gigabyte verwendet meist wie fast alle Hersteller das Refernz-Design von ATI. Je nach Modell kommt es jedoch schon mal vor das einiges geändert oder sogar ein komplett eignes Design entwickeln.
Im Normalfall dauert es nur 2 Wochen von ersten Samplechip bis zum fertigen PCB-Layout für die Massenproduktion der Grafikkarten.

Das PCB-Design für die Maya 2 Radeon 9700 Pro, hat Gigabyte selber entwickelt lehnt sich aber am ATI Design an und verwendet 8 Layer. Durch die Änderungen am PCB wurde auch das Bios etwas angepaßt. Aus Kostengründen wurde diesmal kein Hardware Monitoring integriert, aber vielleicht werden nächste Jahr die R400 Boards selbiges Feature wieder unterstützen.
Zurzeit überarbeitet Gigabyte alle Bios für die Mainboards, welche über einen AGP 8x Port verfügen. Somit dürfte das Problem bei einigen Boards mit der Radeon 9700 Pro bald behoben sein.
Obwohl zurzeit APG 8x kaum in zusätzliche Leistung umschlägt, beim SiS 648 sind es immerhin bis zu 5 % beim Via KT400 sind es gar nur bis zu 0,5 %.

Die zukünftigen Boards

Der RV280 basiert auf dem RV250 und wurde nur um AGP 8x erweitert. Der Leistungsunterschied sollte zum RV250 nur maginal sein ( ca. 2%).

Interessanter ist das schon der kommende Radeon 9500. Uns liegen zwar die vorläufigen Taktraten vor, jedoch können diese sich noch ändern, auch fehlen uns noch genaue Infos wo der Chip überall gestrippt wurde.
Zurzeit scheint es statt einen 8 Pipe nur ein 4 Pipe Chip zusein, genaue Infos folgen noch.

Das Leistungsniveo wird sich zwischen der GeForce TI 4200 und TI 4600 einpendeln. Bei aktiven AF und AA wird der Radeon 9500 seine Stärken ausspielen können.
Gigabyte designed gerade das PCB-Layout, erste Samples sollen im November präsentiert werden. Mit dem Verkauf soll es gegen Ende des Jahres los gehen.

Kommen wir jetzt zur Radeon 9700 wie schon bei der Radeon 9500 arbeitet man zur Zeit am PCB-Layout.
Beim Chip handelt es sich um eine R300 der im Vergleich zur Pro Version nur niedriger getaktet ist, auf vielen Seiten wurde spekuliert, dass die Boards mit nur 64 MB ausgeliefert werden Gigabyte wird die Maya II Radeon 9700 aber ebenfalls mit 128 MB ausgestattet. Über den Preis konnte man keine genauen Angaben machen müßte aber zwischen 350 und 400 Euro liegen. Verkaufsstart ist wie bei der 9500 für ende des Jahres geplant
Vielleicht plant Gigabyte auch ein Radeon 9700 Ultra. Gigabyte war einer der wenigen Add-in-board-Partnern , welche eine Radeon 8500 XT Grafikkarte präsentierten. Der R3000 läßt sich bei entsprechendem Layout auf bis zu 400/700 MHz takten.
Sehr zu unsere Überraschung taucht schon der R400 auf den Gigabyte Roadmaps auf, der Release Termin ist für das erste Halbjahr 2003 geplant.
Also bleibt es im nächsten Jahr sehr spannend, somit dürfte der NV 30 auch nur für kurzer Zeit die Performancekrone zurück erobern.


Wir wollten uns noch mal herzlichst bei Frau Kuo und Herrn Lu für das Gespräch bedanken.

 
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