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NVIDIA Interview
- Part 1
Interview Teil II
ATI-News: Wird es Dual-DVI
Lösungen der GeForce 6600 und 6600 GT geben?
Jens: Es steht unseren Partnern
generell frei, welche Lösungen mit welcher Ausstattung
sie auf den Markt bringen. NVIDIAs Grafikkarten-Partner haben
die Möglichkeit ihre Designs der Nachfrage und den Anforderungen
der Verbraucher anzupassen, so dass verschiedene Lösungen
verfügbar sind. Nachdem NVIDIA weltweit mehr als 25 VGA-Partner
hat, wird es auch Grafikkarten mit 2 DVI Ausgängen geben,
insbesondere da nahezu nur noch digitale Flatpanels angeboten
werden. Natürlich werden dann auch VGA Adapter mitgeliefert,
damit der Käufer auch alle Anschlüsse nutzen kann.
ATI-News: Warum hat sich
nVIDIA dazu entschieden die GeForce 6600 bei TSMC fertigen
zu lassen, anstatt beim IBM, wo man zurzeit die GeForce 6800
Familie bauen lässt?
Jens: NVIDIA Chips werden
von beiden Unternehmen produziert. IBM fertigt die High-End
GPUs, wie GeForce FX 5950 und jetzt die GeForce 6800er Serie.
TSMC fertigt die Midrange und Low-End GPUs für NVIDIA.
Durch die Umstellung auf den 0,11 Mikron-Prozess ist TSMC
in der Lage sehr viele, hochtaktbare Chips herzustellen, die
das große Volumen der NVIDIA basierenden Grafikkarten
darstellen werden.
ATI-News: Wann wird man
die Produktion der GeForce 4 MX440 einstellen? Wird man diese
dann durch einen NV40-Ableger ersetzen, so dass man endlich
auch im Low-End Markt DirectX 9 Features finden wird?
Jens: Solange die Nachfrage
nach sehr preiswerten Einstiegslösungen vorhanden ist,
wird NVIDIA die Partner mit der GeForce MX 4000 und der GeForce
FX5200 beliefern. Allerdings wird in Europa die GeForce MX4000
von der GeForce FX5200 im Einstiegssegment abgelöst.
In anderen Teilen der Welt ist der Bedarf an GeForce MX4000
Lösungen aber immer noch sehr groß, so dass sie
auch weiterhin produziert werden.
ATI-News: Wird man die SLI-Technologie
auch in zukünftigen Grafikkarten (7xxx, 8xxx Modelle)
wieder finden, oder wird es lediglich ein Feature der GeForce
6xxx Serie bleiben? Darauf bezogen, gibt es irgendwelche Pläne
seitens NVIDIA Mainboard-Chipsätze mit mehr als einem
PCI Express x16 Slot anzubieten?
Jens: SLI ist ein wichtiges Feature von NVIDIA
basierten Grafikkarten, das uns von unserem Mitbewerbern unterscheidet.
Wir werden diese Technologie auch in den nächsten GPU-Generationen
anbieten. SLI ermöglicht dem Endverbraucher schon jetzt
eine Performance zu erleben, die Single-Board Lösungen
wahrscheinlich erst in 2 Jahren haben.
SLI Konfigurationen wird es in verschiedenen
Ausführungen geben, denn die 2x PCI-E 16fach Steckplätze
können elektrisch variabel gestaltet werden. Von maximal
16+16, über 16+8, 8+8. bis hin zu 16+4. Da die beiden
Karten direkt miteinander verbunden sind und so der Großteil
der Informationen über die interne Brücke ausgetauscht
wird, spielt die Bandbreite der beiden PCI-E Slots keine bedeutende
Rolle, wie es bei anderen Lösungen ohne interne Verbindung
der Fall ist.
ATI-News: Wie viel Geld
müssen NVIDIA Kunden für einen SLI-Connector bezahlen?
Wird man ihn auch unabhängig von NVIDIA Grafikkarten
verkaufen, oder wird das Verbindungsstück nur im Bundle
mit einer Grafikkarte erwerben können?
Jens: SLI Konnektoren werden
nicht von NVIDIA gefertigt und deshalb auch nicht an unsere
Grafikkarten-Partner verkauft. Wir haben den Partnern die
elektrischen Pläne zur Verfügung gestellt, damit
sie eigene Konnektoren fertigen können. So steht es ihnen
dann auch frei wie sie SLI anbieten werden. Ob SLI-Konnektoren
in der Retail Packung der Grafikkarte enthalten sind, als
SLI Package angeboten oder über den Webshop vermarktet
werden – das kann jeder Partner für sich entscheiden.
Zunächst wird SLI in Komplettsystemen zum Einsatz kommen,
da die Vorkonfiguration natürlich die Handhabung erleichtert.
ATI-News: Gibt es Pläne
neue Optimierungen, ähnlich ATIs Catalyst AI Feature,
in den kommenden ForceWare Treibern zu integrieren?
Jens: Ziel eines jeden neuen
Treibers ist immer die Verbesserung der Spiele-Performance.
Das gilt für alle in der Grafikbranche tätigen Unternehmen.
Die Steigerung der Performance erfolgt durch Treiberanpassungen
und Optimierungen. Optimierungen für Spiele sind sowohl
von Endkunden als auch von Spiele-Anbietern gewünscht
und sogar gefordert, denn sie sorgen dafür, dass das
Spiel auf möglichst vielen Grafikkarten flüssig
läuft und über eine aufregende Grafik verfügt.
Das von NVIDIA ins Leben gerufene „The way it’s
meant to be played“ Programm klinkt sich da nahtlos
ein, da dadurch schon während der Entwicklung des Spieles
die flüssige Darstellung auf möglichst allen Grafikkarten
gewährleistet werden soll. Das heißt Spiele (z.Zt.
mehr als 160 Titel), die mit einem „The way it’s
meant to be played“ Logo versehen sind, laufen garantiert
auf allen NVIDIA GPUs ohne Kompatibilitätsprobleme.
Optimierungen sind ein ganz natürlicher
Vorgang. Sie müssen aber auch AN- und AB-schaltbar sein,
damit jeder Anwender den optimalen Mittelweg zwischen Performance
und Bildqualität finden kann. Um den Vergleich mit den
Optimierungs-Anstrengungen unseres Hauptmitbewerbers auch
weiterhin nachvollziehbar zu halten, wird NVIDIA mit dem Treiber
65.xx und aufwärts auch die Möglichkeit einer AF
Optimierung bieten, die natürlich vom Anwender konfigurierbar
ist.
ATI-News: Auf die vorherige
Frage bezogen, wann wird es endlich eine Lüfterkontrolle
und/oder Temperaturüberwachung geben?
Jens: Diese Eigenschaften
können von unseren Grafikkartenpartnern implementiert
werden. Die Voraussetzungen sind durch die thermische Diode
der GPU schon vorhanden.
ATI-News: Können Sie
uns sagen, welche Rolle bei Ihnen das Full Scene Anti Aliasing
spielt und ob es Pläne gibt, schnellere bzw. besser aussehende
FSAA-Algorithmen in kommende Treiber zu implementieren?
Jens: FSAA ist für
NVIDIA ein wichtiges Feature. Mit der GeForce 6 Serie wurde
vor kurzem erst FSAA durch das rotated grid Muster verbessert.
NVIDIA wird auch in Zukunft an optimaler Kantenglättung
arbeiten.
Das war’s auch schon. Wir möchten uns an dieser
Stelle herzlich bei Jens Neuschäfer dafür bedanken,
dass er sich die Zeit genommen hat, unsere Fragen zu beantworten.
Das Interview wurde in englischer Sprache geführt und
von uns „frei“ übersetzt.
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