ATI und NVIDIA PCI Express Einsteiger Roundup
Einleitung :
Hauptsächlich beschäftigen wir uns, wie die meisten Hardware Magazine, mit den High-End und Mainstream Grafikkarten aus dem Hause ATI und NVIDIA. Die Einsteiger Boards kommen meist aus Zeitmangel auch bei uns zu kurz. Doch kommen diese Boards in den meisten Komplettsystemen zum Einsatz.
Weshalb wir einmal die Einsteigergrafikkarten von NVIDIA und ATI etwas genauer unter die Lupe genommen haben, um zu sehen, wie sich die ältere Chipgeneration im neuen Gewand, mit aktuellen Benchmarks und Games, schlägt.
ATI Grafikkarten
| Modelle |
X300 SE |
X600 Pro |
X6800 XT |
| Fertigung |
0,11µm |
0,13µm low-k |
0,13µm low-k |
| Chiptakt |
325 MHz |
400 MHz |
500 MHz |
| Speichertakt |
200 MHz |
300 MHz |
360 MHz |
| Speicher |
128 MB |
256 MB |
256 MB |
| Pixel-Pipelines |
4 |
4 |
4 |
| VS Einheiten |
2 |
2 |
2 |
| Speicher-Interface |
64 Bit |
128 Bit |
128Bit |
| DirectX-Support |
9.0 |
9.0 |
9.0 |
| Pixel-Shader |
2.0b |
2.0b |
2.0b |
| Vertex-Shader |
2.0 |
2.0 |
2.0 |
nVidia Grafikkaten
| Modelle |
PCX 5750 |
PCX 5900 |
| Fertigung |
0,13µm |
0,13µm |
| Chiptakt |
425 MHz |
350 MHz |
| Speichertakt |
250 MHz |
225 MHz |
| Max. Speicher |
128 MB |
128 MB |
| Pixel-Pipelines |
2 |
4 |
| VS Einheiten |
3 |
3 |
| Speicher-Interface |
128 Bit |
256 Bit |
| DirectX-Support |
9.0 |
9.0 |
| Pixel-Shader |
2.0 |
2.0 |
| Vertex-Shader |
2.0 |
2.0 |
GeForce PCX 5750 und 5900
Leadtek stellte uns neben der WinFast
PX360, auch gleich die WinFast 350
zur Verfügung. Beginnen wir erst einmal mit der PX360.
Die WinFast PX360 basiert eigentlich auf der NVIDIA GeForce
FX 5700-Serie. Mittels HSI-Interface (APG-PCI Express Bridge)
wird der Chip PCI Express tauglich gemacht. Ob diese Bridge
wirklich den möglichen Up- und Downstream von PCI Express
nicht voll ausschöpfen kann, wie es u.a. ATI behauptet,
werden wir mit einem speziell hierfür optimierten Benchmark
überprüfen.
Zurück zur Karte. Die Abmessungen der
Grafikkarte entsprechen mit 17 cm denen einer X600 Grafikkarte.
Das PCB ist in grün gehalten und hält sich an das
NVIDIA Referenzdesign. Der verbaute Lüfter überzeugt
mit einem sehr angenehmen Laufgeräusch.
   
Kommen wir nun einmal zu den Taktraten: während
ATI seine PCI Express Grafikkarten (X600) mit dem gleichen,
bzw. etwas erhöhten Takt ins Rennen schickt, geht man
bei NVIDIA den umgekehrten Weg.
Die AGP-Variante (FX 5700) ist mit 425 MHz für den Chip
und 275 MHz für den Speicher ausgestattet. Die GeForce
PCX 5750 muss dagegen mit 425 MHz für den Chip und 250
MHz für den Speicher auskommen. Dadurch, dass der Speicher
nur über ein 128 Bit Speicherinterface mit dem Chip verbunden
ist, zählt hier jedes MHz. Zum Vergleich: die PCX 5750
muss mit lediglich 8 GB/s auskommen, ein X600 Pro verfügt
immerhin schon über 9,6 GB/s. Allerdings verbaut Leadtek
3,6 ns Speichermodule von Samsung, was noch etwas Raum zum
Übertakten geben sollte.
   
Overclocking: Unser Leadtek
WinFast PX360 Modell konnten wir von 475/450 MHz auf 497 MHz
Chiptakt und 320 MHz Speichertakt overclocken.
Weiter geht es mit der PX350. Weshalb die
deutlich schnellere GeForce PCX 5900 eine kleinere Produktbezeichnung,
als die PCX 5750 erhält (PX350 zu PX360), ist uns nicht
ganz ersichtlich, aber Leadtek wird sich dazu schon seine
Gedanken gemacht haben.
Besonders die Länge der Karte sticht einem sofort ins
Gesicht: mit gut 22 cm ragt die PCX 5900 deutlich weiter in
das Gehäuse hinein, als etwa die PCX 5750, was aber kein
Problem darstellt.Die Länge kommt dadurch zustande, dass
die HSI-Bridge nicht wie bei der PCX 5750 direkt unter dem
Chip angeordnet ist, sondern etwas links nach unten versetzt.
   
Wie schon bei der PCX 5750, sind auch bei
der PCX 5900 die Taktraten im Vergleich zur AGP-Variante minimiert
worden. Die vergleichbare GeForce FX 5900 XT wird von den
meisten Herstellern, nach den nVidia Vorgaben, mit 390 MHz
für den Chip und 350 MHz für den Speicher getaktet.
Die PCX 5900 wird lediglich mit 350 MHz Chiptakt und 225 MHz
für den Speicher ausgeliefert. Während man den reduzierten
Chiptakt durchaus noch hinnehmen kann, ist der Speichertakt
mit 225 MHz sehr gering. Zwar ist der Speicher über ein
256 Bit Speicherinterface an den Chip gekoppelt, doch durch
die geringe Frequenz bricht die Leistung mit aktiver Kantenglättung
sehr stark ein.
   
Overclocking: Die von NVIDIA
vorgegebenen Taktraten für die PCX 5900 sind sehr moderat
angesetzt und besonders durch den kleinen Speichertakt, wird
ordentlich Leistung verschenkt. Denn erst übertaktet,
kann die PCX 5900 zeigen, was wirklich in ihr steckt. Bei
unserem Muster konnten wir die Taktraten von 350 MHz für
den Chip auf 475 MHz steigern, aber auch der Speicher machte
eine sehr gute Figur. Obwohl der Speicher nur bis 277 MHz
spezifiziert ist, konnten wir ihn ohne Bildfehler auf 330
MHz takten.
Lieferumfang der Karten:
Beide Grafikkarten sind mit dem typischen Leadtek Lieferumfang
ausgestattet. Leadtek gehört zu den wenigen Herstellern,
die nicht nur High End Grafikkarten einen ordentlichen Lieferumfang
beilegen.
 
- DVI/VGA-Adapter
- Adapter S-Video zu Chinch
- Chinch Kabel (1,2m)
- S-VHS Kabel (1,2m)
- Handbuch/Quick Installation Guide
- Treiber-CD
- Spiele-Vollversionen (Prince of Persia, GunMetal, Big
Mutha Truckers, SP Pandora Tomorrow)
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