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Sapphire Radeon 9700 Pro Atlantis UE
Einleitung
Sapphire kündigte im November die passiv gekühlt
Radeon 9700 Atlantis Pro Ultimate Edition an. Durch Lieferschwierigkeiten
bei den Speicherkühlern verzögerte sich der Auslieferungstermin
etwas. Wir hatten nun die Möglichkeit die Final, sprich
die Endkunden-Version mit dem von Sapphire modifiziertem PCB
zu testen.
Die Karte
Das neue PCB der Radeon 9700 Atlantis Pro Ultimate Edition
wurde in enger Zusammenarbeit mit ATI entwickelt und beinhaltet
nur minimale Änderungen. Die größte Änderung
betrifft die Möglichkeit nun den Rage Theater zu verbauen
und somit einen Video-In zu ermöglichen. Im Moment sind
keine VIVO Grafikkarten geplant. Zusätzlich lässt
sich der TV-Standard bequem per Jumper zwischen PAL und NTSC
umstellen.
Um
die Karte ohne Lüfter Kühlen zu können, setzt
Sapphire auf die Zalman-Heatpipe ZM80A-HP. Somit ideal für
High-End-Flüster-PCs, spricht sie aber nicht unbedingt
Übertaktungsfans an. Laut Sapphire solle aber dennnoch
etwas Luft nach oben sein. Doch dazu später mehr. Die
Messungen bescheinigen der Karte eine akzeptable Tempeaturentwicklung
(rund 55 °C gegenüber 50 °C mit normaler Lüftkühlung).
Ein zusätzlicher langsam drehender Gehäuselüfter
ist bei schlecht belüfteten Gehäusen jedoch anzuraten.
Auch
die Samsung (2,8 ns) Speicherchips sind mit kleinen Kühlkörpern
gekühlt, was jedoch kaum ein Vorteil beim Übertakten
bringt als viel mehr als optische Abrundung der Grafikkarte
angesehen werden kann.
Heatpipe
Durch
die Abwärme des VPUs wird die Kühlflüssigkeit
erhitzt und es kommt zur Verdampfung der Flüssigkeit
im Inneren der Heatpipe. Die verdunstete Kühlflüssigkeit
steig nach oben (kalte Zone) und kondensiert dort wieder.
Im flüssigen Zustand strömt die Kühlflüssigkeit
wieder zurück und kühlt somit die Wärmequelle.
Die 1300 cm² große Abgabefläche
der Zalman-Heatpipe ZM80A-HP ist genau ausreichend für
eine Radeon 9700 Pro. Der Temperaturunterschied zwischen Ober-
und Unterseite der Heatpipe beträgt ca. 13 °C, somit
ist die optimale Funktion der Heatpipe gewährleistet.
Je kühler die Ober bzw. die Rückseite der Grafikkarte
ist, desto besser funktioniert das Prinzip der HP. Die Kühlflüssigkeit
reagiert ab einer Temperatur von 35 bis 40 °C, um die
bestmögliche Kühlleistung zu erreichen sollte sich
die Heatpipe auf ca. 60 °C erhitzen, was bei der Atlantis
Radeon 9700 Pro UT der Fall ist.
 
Technische Daten
- ATI Radeon 9700 (R300) VPU
- AGP 3.0-Spezifikation (AGP 8x/4x/2x)
- 325 MHz VPU-Takt
- 310 MHz Speichertakt
- 20 GB/sec Bandbreite
- 128 MB DDR Speicher, 2,8 ns (Samsung)
- 15 Pin analog Monitorausgang
- TV-Out (S-VIDEO) max. Auflösung: 1024x786
- DVI-I Ausgang
- 2x 400 MHz RAMDAC, max. Auflösung : 2048x1536
- 2 Jahre Garantie
Ausstattung
Das
Software-Bundle enthält neben der Treiber-CD, Cyberlinks
PowerDVD-Player und das hauseigene Übertaktungs-Utility
Redline.
Neben Hydravision steht auf der Treiber-CD noch das Multimediacenter
zu Verfügung, dafür muss man jedoch auf die Radeon
8500 Demos verzichten. In Deutschland legt Sapphire neben
Medieval noch Toni Hawks Pro Skater als Spiele Vollversion
bei.
Auf
der uns vorliegenden Packung wird noch mit Soldier of Fortune
II, Return to Castle Wolfenstein geworben, was aber später
mit einem Sticker verdeckt wird.
Beim gedruckten Benutzerhandbuch beschränkt sich Sapphire
auf die wesentlichen Schritte vom Einbau bis zur Installation
der Treiber. Es fehl jedoch die Beschreibung, für was
das Netzkabel der Radeon 9700 zu verwenden ist, was besonders
für Einsteiger ein Problem darstellen könnte.
Weitere Information zu den Treibermenüs und den Anschluss
von Monitor/LCD, Monitor/TV sind nur auf der Treiber CD zu
finden, dafür jedoch in verschiedenen Sprachen. Leider
müssen wir somit festhalten, dass die Dokumentation von
Sapphire bisher die schlechteste von all unsern getesteten
Radeon 9500 oder 9700 Grafikkarten ist.
Alle benötigten Kabel und Adapter bis auf einen Scart-Adapter
liegen bei.
   
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