| Radeon
IGP 9100 vs. i865G und IGP 340
Einleitung
Am
24. Juni 2003 stellte ATI den viel versprechenden Radeon 9100
IGP vor. Zwar kündigten einige Hersteller bereits Boards
mit der Radeon 9100 IGP an, doch im Handel ist bis heute kaum
ein Mainboard erhältlich.
Die Marktsituation soll sich aber in den nächsten Tagen
und Wochen ändern. Als eine der ersten Webseiten konnten
wir bereits von Sapphire vor dem Verkaufsstart ein Preview-Sample
erhalten.
Warum die integrierten Chipsätze so wichtig sind, wird
einem sehr schnell klar, wenn man sich die aktuellen Daten
der Marktübersicht anschaut. Obwohl Intel keine einzige
Desktop-Grafikkarte ausliefert, ist man dank den integrierten
Chipsätzen sogar noch vor ATI auf Platz zwei hinter nVidia.
Mit dem Radeon 9100 IGP möchte sich ATI nun ein großes
Stück des lukrativen Geschäfts abschneiden. Ob der
Chipsatz nicht nur auf dem Papier die Krallen zeigt, werden
wir mit diesem Preview klären.
Der RS300
Der
Radeon 9100 IGP stellt eine konsequente Weiterentwicklung
des Radeon IGP 340 dar. Bevor wir näher ins Detail gehen,
schauen wir uns erst einmal die integrierte Grafik etwas näher
an:
- SMARTSHADER
- DirectX8.1 Programmable Pixel and Vertex Shaders.
Pixel Shader version 1.4 supported with up to 22 instructions.
- Supports 3D Textures and DirectX texture compression
- Anisotropic Filtering and Fullscreen Anti-Aliasing
(FSAA)
- HyperZ II
- Lossless Z compression and Fast Z clear reduce the
Z buffer bandwidth, increasing render speeds.
- Advanced Video Features
- Video Scaling and Filtering with advanced 4-tap horizontal
and vertical filter
- Integrated hardware motion compensation
- Enhanced MPEG-2 Hardware decode
- Hardware DVD sub-picture decode
- Display Controller
- Dual 400MHz RAMDAC
- Integrated TV-Out support
Der Radeon 9100 IGP integriert nun die
bekannten Features der Radeon 8500/9000/9100 und 9200 Serie
in einen kostengünstigen Chip. Vergleicht man die Feature-List
mit dem des Intel i865G so bietet der RS300 deutlich mehr.
Weitere Details zum Chip
Die Architektur
des RV280 wurde von 4x1 auf eine 2x1 Pixel Pipeline reduziert.
Dafür geht der RS300 mit einem leicht erhöhten Takt
von 300 MHz gegenüber der Radeon 9200 SE (200 MHz) an
den Start. Auch die Hardware VertexShader Einheit wurde gestrichen,
um so die Komplexität des RS300 so gering wie möglich
zu halten.
North-
und Southbridge kommunizieren über das proprietäre
A-Link-Protokoll. Bei einem Takt von 66 MHz wird eine Bandbreite
von 254 MByte/s ermöglicht. Dank der lizenzrechtlichen
Einigung mit Intel kann der RS300 neben dem FSB400/533 auch
den neuen FSB800 zur Verfügung stellen.
Die theoretische Busbreite des Dual-Channel-Speicherinterface
beträgt 5,96 GB/s (2x 64 Bit mit 200 MHz Takt). Besonders
durch die größere Speicherbandbreite kann der RS300
die integrierte Grafik deutlich besser nutzen als noch der
Radeon IGP 340.
Im Bios kann der integrierten Grafik der zu benutzende Systemspeicher
von 16 bis 128 MByte zugewiesen werden. Als Optimum stellte
sich bei unseren Test entweder 32 oder 64 MByte Speicher heraus;
16 MByte sind einfach zu wenig und von 128 MByte kann die
integrierte Grafik keinen Nutzen ziehen.
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