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Sapphire Radeon 9600
XT Ultimate
Overdrive
Hinter dem Begriff
Overdrive verbirgt sich ein sehr interessantes Feature, welches
ATI erstmals auf der CeBit 2003 mit dem Mobility Radeon 9600
Pro vorstellte. Zwar machte Overdrive in Chips für Notebooks
nicht unbedingt sonderlich viel Sinn, denn die thermischen
Gegebenheiten sind in einem Notebook deutlich schlechter als
in einem Desktop-PC.
Wie es der Name schon andeutet, handelt es sich hierbei um
ein automatisches Overclocking-Feature. Einziger Nachteil
ist, dass der User keinen Einfluss auf die Takterhöhung
des Grafikcores hat, denn die Takterhöhung erfolgt in
Abhängigkeit eines im Chip integrierten (Mobility Radeon
9600 und Radeon 9600 XT) thermischen Sensors.
Stellt der Sensor fest, dass die Temperatur unterhalb des
maximal zulässigen Werts liegt, wird der Takt des VPUs
automatisch erhöht und bei Überschreiten des Temperaturlimits
wieder reduziert.

Beschränkte sich die Radeon 9800 XT
noch auf das Auslesen der unmittelbaren Umgebungstemperatur,
so stellt die Radeon 9600 XT die Chiptemperatur durch einen
im Chip integrierten thermischen Sensor fest.
Die Taktfrequenz der Radeon 9600 XT beträgt 500 MHz,
516 MHz und maximal 527 MHz.
In der Praxis gestaltet sich das Performance-Plus ähnlich
wie bei der Radeon 980 XT. So sind es im Schnitt 1 bis 2 Prozent
mehr Leistung.
Der Chip
Wie schon beim R360
beschränkt sich ATI auch beim RV360 auf mehr oder weniger
kleines Facelifting des Vorgängerchips, welches sich
lediglich auf ein verbessertes Herstellungsverfahren und eine
bessere Z-Komprimierung beschränkt.
Das vom R350 bekannte HyperZ III+ integiert ATI nun auch in
den RV360. Der Komprimierungsfaktor der Radeon 9600 Pro von
8:1 wurde deutlich auf 24:1 verbessert.
Fertigungsverfahren
ATI
setzte beim RV350 erstmals den 130nm LV Fertigungsprozess
von TSMC ein. Durch das Verwenden von Kupfer statt Aluminium
könnte der elektrische Widerstand zum 15 nm Prozess gesenkt
werden, was eine höhere Schaltfrequenz mit einer kleinen
Leistungsaufnahme ermöglicht. Der LV-Prozess nutzte zudem
Fluorinated-doped Silicate Glass (FSG) zur Isolation der einzelnen
Transistoren untereinander, wodurch die Taktfrequenz der Transistoren
nochmal gesteigert werden konnte.
Mit
dem Wechsel vom RV350 auf den RV360 verwendet ATI nun erstmals
Black Diamond Isolationsmaterial. Das Black Diamond Isolationsmaterial
verfügt über eine noch kleinere Kapazität als
FSG, daraus folgt eine niedrigere Dielektrizitätskonstante
(k). Dadurch werden Störungen und Einstrahlungen, auch
Leckströme genannt, innerhalb des Chips vermindert und
zusätzlich die Stromaufnahme gesenkt.
Beim Tape Out des RV350 im Januar 2003 verzeichnete der Chip
einen Takt von 350 MHz, bis zum „Final Silicon“
im Mai 2003 konnte ATI die Taktraten auf 400 MHz steigern.
Mit dem low-k Prozess konnte ATI die Taktraten des RV360 um
weitere 100 MHz steigern und mit Overdrive sind sogar bis
zu 527 MHz möglich.
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