Sapphire Radeon X800 Pro Toxic
Einleitung :
Galt früher die Devise: „Hauptsache schnelle PCs“, werden heutzutage ganz andere Anforderungen an den Rechenknecht gestellt. Neben der guten Performance sollte der PC nahezu lautlos sein. Das ist gar nicht so einfach wie es sich anhört. Die Anforderungen, die an eine Kühllösung aktueller High-End-Grafikkarten gestellt werden, sind schon ziemlich hoch. Der verwendete Kühler soll nicht nur leise, leicht und effizient sein, sondern zugleich auch noch einen „großer“ Spielraum zum Übertakten bieten. Die von den Chipsatzentwicklern, sprich nVIDIA und ATi, entwickelten Referenzkühler können hier nur sehr schlecht mithalten. Entweder leise und wenig übertaktungsfreundlich, oder gut übertaktbar und laut.
Sapphire hat aus diesem Grund die neue Toxic-Serie am 22.07 ins Leben gerufen. Was es mit der Toxic Serie auf sich hat, werden wir auf den folgenden Seiten näher beschreiben.
  
Die Karte
Schon
rein optisch unterscheidet sich die Toxic Serie zu der im
Referenzdesign gehaltenen Radeon X800 Pro aus dem Hause Sapphire.
Durch die in orange gefärbte Kühlung, gepaart mit
dem blauen PCB, ist die Karte ein wirklicher Hingucker, besonders
für all diejenigen mit einem Sichtfenster im PC.
Beim 12-Layer PCB hat sich Sapphire aber
nicht nur auf das Einfärben in Blau beschränkt,
sondern auch noch ein paar kleine Optimierungen vorgenommen,
was man anhand der höheren PCB-Nummer erkennen kann.
Beim
Lüfter handelt es sich um einen nach Sapphires Wünschen
modifizierten ATI Silencer, was aber hauptsächlich die
Lüfterabdeckung „Plastikteil“ betrifft, welches
nun in orange und nicht transparent gehalten ist. Das Prinzip
des Silencers ist ja schon länger bekannt. Der auf der
hinteren Ecke der Grafikkarte angebrachte Lüfter leitet
die warme Luft über einen auf dem Chip-sitzenden passiven
Kühlblock (Aluminium) nach draußen. Zum Schutz
befindet sich ein Gehäuseblech im Lieferumfang, welches
sich vor den Ausgang der Kühlung setzen lässt.
Zur
schnellen Wärmeweitergabe an den Kühlblock verwendet
Arctic Cooling eine ca. 4 mm starke Kupferplatte.
Durch die Lüftersteuerung der X800 Pro Grafikarten ändert
auch der Silencer seine Drehzahl, von ca. 2000 auf etwa 2500
U/min. Der Geräuschpegel liegt zwischen 23 db und angenehmen
26 db und ist somit einiges leiser als der Standardlüfter
von ATI (30 bis 36 db).
Die
auf der Rückseite verbauten Speicherchips werden mit
einem großen passiven Kühlelement aus Aluminium
gekühlt. Zusätzlich hat Sapphire noch einen Temperatursensor
an der Unterseite der Kupferplatte angebracht, was dem User
die Möglichkeit bietet, neben der Chiptemperatur (Overdrive-Panel
im Treiber) auch die aktuelle Temperatur der Kühlers
mittels Monitoring-Modulen angezeigt zu bekommen.
  
Wie schon die normale Radeon X800 Pro verwendet
auch die Toxic Radeon X800 Pro den gleichen Grafikchip. Die
Taktraten belaufen sich auf die typischen 475 MHz für
den Chip und 450 MHz für den mit 2,0 ns spezifizierten
GDDR-3 Speicher von Samsung, der allerdings auch für
1,8 ns ausgelegt werden kann und somit noch Raum nach oben
lässt. Zudem erklärt es recht einfach die bisher
sehr positiven Übertaktungswerte einiger X800 Pro Grafikkarten.
 
Sapphire macht sich dies zu nutze und taktet
den Speicher mittels APE-Software von 450 auf 520 MHz hoch.
APE steht für „Automated Performance Enhancer“
und fungiert als unauffälliges Übertaktungstool
im Hintergrund.
Durch den auf der Rückseite verbauten RageTheater verfügt
die Grafikkarte zusätzlich noch über Video-Eingänge.
Technische Daten
- ATI Radeon X800 Pro (R420) VPU
- AGP 3.0-Spezifikation (AGP 8x/4x/2x)
- 475 MHz VPU-Takt
- 450/520 MHz Speichertakt
- 28,8 GB/sec Bandbreite
- 256 MB DDR Speicher, 2,0 ns (Samsung)
- 15 Pin analog Monitorausgang
- TV-Out (S-VIDEO) max. Auflösung: 1024x786
- DVI-I Ausgang
- 2x 400 MHz RAMDAC, max. Auflösung : 2048x1536
- 2 Jahre Garantie
Ausstattung Auch
beim Lieferumfang hat Sapphire zur normalen X800 Pro etwas
Hand angelegt. Neben dem S-Video-/Composite-Kabel und dem
HDTV-Adapter findet sich nun auch noch ein passendes Video-In
Kabel im Lieferumfang.
Die Treiber-CD umfasst neben dem Catalyst- auch den APE-Treiber.
Als Softwarebundle legt Sapphire neben dem hauseigenen Übertaktungstool
Redline und CyberLink’s PowerDVD 5.2, auch noch CyberLink’s
PowerDirector Pro VE 2.55 für den Videoschnitt bei. Das
Spielepaket besteht aus Splinter Cell: Pandora Tomorrow und
Prince of Persia: The Sands of Time.

Der restliche Lieferumfang kann unserer Auflistung entnommen
werden:
- Tomb Raider The Angel of Darkness
- Splinter Cell: Pandora Tomorrow
- Treiber-CD (Catalyst 4.7)
- CyperLink PowerDVD 5 (2 Kanal)
- Redline Tweak-Programm
- APE Tweak-Programm
- Slot Blende
- Handbuch „Erste Schritte“
- Cinch- und S-Video-Kabel
- S-Video/Composite-Adapter
- DVI- auf VGA-Adapter
- Stromkabel
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