Sapphire
Radeon X1800 XL
Einleitung :
Knapp zwei Wochen nach der Präsentation
der Radeon X1000 Serie, erreicht uns ein geheimnisvolles Paket
mit der Aufschritt „Sapphire“, dass brandheiße
Ware enthalten sollte und zwar eines der ersten in Deutschland
verfügbaren Samples der Radeon X1800 XL, welches wir
aufgrund der Exklusivität auch nur drei Tage behalten.
In dieser Zeit haben wir die Karte auf Herz und Nieren geprüft.
Ob die Karte wirklich der erhoffte und von ATI propagierte
GeForce 7800 GT Killer ist, lesen sie in unserem folgenden
Review:
  
Die Karte
Nicht nur der Transistor-Count hat deutlich
zur alten Generation zugelegt, sondern auch das PCB (Printed
Circiut Board). Mit satten 23cm liegt die Radeon X1800 XL
und die X1800 XT, beide nutzen dasselbe PCB, gleich auf mit
der GeFroce 7800 GTX. Die Radeon X850 XT wirkt mit ihren 18
cm fast schon wie eine Mainstream-Grafikarkte, wäre da
nicht der Dual-Slot-Kühler.
  
Wie sich herausgestellt hat, können
besonders bei den heutzutage voll ausgestatteten Mainboards
diese Zentimeter schnell zum Knackpunkt werden. Während
sich bei unserem Gigabyte Sockel 775 Mainboard, dem GA-8ANXP-D,
die Radeon X1800 XL genau zwischen den IDE- und Diskettenanschluss
platzierte, müsste man beim Sockel 939 Mainboard, dem
GA-8KNXP-SLI auf einen SATA 2 Anschluss verzichten, was aber
dank den insgesamt 8 Ports kein größeres Problem
darstellen sollte.
Wie es sich für High-End Grafikkarten
gehört, hat auch die Sapphire Radeon X1800 XL zwei DVI-Ausgänge
und Video-Ein und Ausgänge, deren Verwaltung der bekannte
Rage Theater Chip übernimmt.
Dank des integrierten Dual-Links können bis zu zwei Apple
Cinema Displays angesteuert werden, bisher bot nur die Radeon
9600 Pro PC and Mac Edition eine solche Unterstützung.
Mittels dem im Lieferumfang enthaltenen Adapter, kann natürlich
auch weiterhin ein herkömmlicher Monitor angeschlossen
werden. Die zusätzliche Stromzufuhr wird über die
am Ende des PCBs angebrachte 6-Polige Buchse bewerkstelligt.
 
Während die Sapphire Radeon X800 XL
mit einen relativ kompakten Lüfter ausgeliefert wurde,
setzt Sapphire bei der neuen Radeon X1800 XL auf den Referenzlüfter
von ATI. Ähnlich wie beim ATI-Silencer des Schweizer
Kühlerspezialisten Arctic-Cooling, nimmt eine Aluminiumplatte
die Wärmeentwicklung von GPU und Speicher auf und gibt
diese an abgebrachten Kühllamellen aus Kupfer ab. Ein
Auslesen der Chiptemperatur ist mit den bisher erhältlichen
Tools nicht möglich, Messungen an der Rückseite
ergaben unter Last eine Temperatur von 58°C, der passive
Kühler der Spannungswandler 70°C. Unter Idle-Bedingungen
erreichte die Grafikkarte mit 52°C und 64°C nahezu
die gleichen Temperaturen.
  
Arbeitet der Lüfter mit der niedrigen
Drehzahl, ist er so gut wir kaum hörbar, was sich aber
leider mit höherer Drehzahl schnell ändert. Sogar
unter Windows regelte die Lüftersteuerung öfter
zwischen den beiden Drehzahlen hin und her und sorgt so für
unnötige Aufmerksamkeit. Zwar liegt der Geräuschpegel
immer noch unterhalb der Radeon X800 XT PE, ist aber dennoch
wahrnehmbar.
  
Beim Speicher setzt Sapphire auf GDDR3 Markenspeicher
aus dem Hause Samsung, der mit einer Zugriffszeit von 1,429
ns für bis zu 700 MHz spezifiziert ist. Die verbauten
256 MByte werden mit 500 MHz getaktet, die vorhandene Reserven
werden die Overclocker sicherlich zu nutzten wissen. Den Grafikchip
taktet Sapphire nach den Vorgaben von ATI mit 500 MHz an.
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