Sapphire Radeon X550 und Gainward GeForce 6600
Einleitung :
Während die ganze Hardware-Welt gespannt auf die Radeon
X1800 XT und GeForce 7800 GTX 512 MByte wartet, die höchstwahrscheinlich
nur einem kleinem Käuferkreis vorenthalten bleibt, wollen
wir uns in unserem aktuellen Einsteigergrafikkarten Review
mal den Karten widmen, die für den größten
Teil der User von Interesse sein könnten. Zwar sind die
Low-End Chips aus dem Hause ATI und NVIDIA bei den „Gamern“
verpönt, aber dennoch findet man entsprechende Boards
in zahlreichen Komplettsystemen, weshalb wir uns fünf
aktuelle Mainstream-Grafikkarten geschnappt und auf ihre Spieltauglichkeit
getestet haben.
Bevor wir zur Besprechung der einzelnen Grafikkarten
schreiten, wollen wir die wichtigsten technischen Details
der fünf Wettbewerber noch einmal kurz zusammenfassen:
ATI Grafikkarten

NVIDIA Grafikkaten

Sapphire Radeon X550
Auf der diesjährigen Computex, die im
Juni in Taipei stattfand, hat die Radeon X550 das erste Mal
das Licht der Welt erblickt. Bei der Radeon X550 handelt es
sich grob genommen um eine leicht höher getaktete Version
der X300 für den unteren Mainstream-Bereich.
  
Wie eben schon einmal angedeutet, basiert
die Karte auf dem RV370 und nutzt vier Rendering-Pipelines
sowie zwei Vertex Shader Einheiten. Die uns von Sapphire zur
Verfügung gestellte Silent-Edition (passiver Kühler)
verfügt über 256 MB DDR RAM und ist mit einem
128 Bit Speicherinterface an den Chip angebunden. Die Taktraten
betragen 400 MHz für den Chip und 250 MHz für den
Speicher.
Schon auf den ersten Blick unterscheidet sich die Sapphire
Radeon X550 deutlich von der herkömmlichen X550 Konkurrenz,
denn Sapphire hat der Karte einem passivem Kühler spendiert.
Der auf der Frontseite sowohl den Chip an sich, als auch
die Speicherbausteine bedeckt, diese aber nicht mitkühlt,
sondern nur den Chip.
   
Statt den seit längeren gewohnten Speicherchips
im BGA-Format (Ball Grid Array) kommen die Chips im TSOP-Gewand
(Thin Small Outlline Package) daher, was aber keinen Nachteil
bringt. Wie wir in der Vergangenheit feststellen konnten,
ist der TSOP dem gleich getakteten BGA ein wenig überlegen,
was sich damit erklären lässt, dass beim TSOP-Speicher
ein wenig leichter einige Tweaks am PCB vorgenommen werden
können.
Der Speicher stammt von Hynix und ist mit 4 ns Zugriffszeit
für maximal 250 MHz spezifiziert, was Sapphire auch voll
ausnutzt.
Bei den Ausgängen gestaltet sich das altbekannte Bild:
VGA, DVI und TV-Out.
   
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