Sapphire Radeon X800 XL 512 MByte
Einleitung :
Anfang 2005 präsentierte ATI auf einem LAN Turnier
eine Radeon X850 XT PE mit satten 512 MByte; erst einmal
als Studie. NVIDIA bzw. deren Partner Gainward hatte zwei
Tage vorher eine GeForce 6800 Ultra mit 512 MByte Speicher
angekündigt, offizielle folgte die GeForce 6800 Ultra
dann zur CeBIT 2005.
Lange Zeit war es ruhig um die 512 MByte Grafikkarten mit
ATIs Grafikchips. Auf der CeBIT konnte man bei einigen AIB-Partnern
vereinzelt erfahren, dass man noch am Abwägen ist,
ob wirklich schon ein Markt für dieses Speichervolumen
vorhanden ist oder nicht.
Es war klar, dass die zusätzlichen 256 MB Speicher
die Kosten für die Grafikkarten um 100 bis zu 180 Euro
steigern würden. Besonders bei den Ultra High-End Grafikkarten
der Radeon X850 Serie wäre es durchaus denkbar gewesen,
dass die Karte die magische Mauer von 600 Euro durchbrochen
hätte. Wie vor einigen Jahren bei den ersten GeForce
2 Ultra Grafikkarten, damals waren es aber noch 1200 Mark.
 
So hat man sich seitens ATI und den AIB-Partner für
die kostengünstigere Radeon X800 XL Variante entschieden,
die ab Ende Mai für 400 Euro im Fachhandel erhältlich
ist. Des Weiteren wurden auch einige Radeon X700 Grafikkarten
mit 512 MByte Speicher angekündigt, allerdings ist
es unserer Meinung sehr umstritten, inwieweit diese von
dem zusätzlichen Speicher profitieren sollen.
Auf den folgenden Seiten, setzen wir uns einmal näher
mit der Sapphire Radeon X800 XL 512 MByte auseinander.
Nur eine Frage der Chips
Wer
einmal die Bilder der Radeon X850 XT anschaut und nun das
PCB, mit dem der Radeon X800 XL 512 MByte vergleicht, wird
keinen Unterschied feststellen können. Neben der Optik
bestätigt dies auch die vorhandene PCB Nummer.
Somit scheint der R480 und der R430 untereinander Pin-kompatibel
zu sein, es darf aber bezweifelt werden, dass jeweils eine
Radeon X850 XT mit 512 MByte in den Handel gelangt, obwohl
es technisch keine allzu große Herausforderung wäre.
 
Die Radeon X800 XL Grafikkarten mit 512 MByte kommen für
umgerechnet gute 400 Euro in den Einzellhandel, eine Radeon
X850 XT mit 512 MByte dürften den preislichen Rahmen
der meisten Anwender mit guten 530 bis 570 Euro deutlich
überschreiten.
Die Karte
Sapphires 512 MByte Radeon Grafikkarte basiert
auf dem Radeon X800 XL Grafikchip (Codename: R430), der über
16 Pixel-Pipelines und einen Takt von 400 MHz verfügt.
  
Die 16 GDDR3 Speicherchips stammen aus dem
Hause Samsung und sind durch die Latenz von 2,0 Nanosekunden
(ns) für bis zu 500 MHz spezifiziert. Sapphire taktet
den Speicher nach den Vorgaben von ATI mit 490 MHz.
Beim
Lüfter setzt Sapphire auf die Dual-Slot Referenzlösung
aus dem Hause ATI, die seit der Radeon X850 Serie bekannt
ist und bekanntlich für 8 Speicherchips ausgelegt ist.
So werden auf der Vorderseite auch nur 4 der 8 Chips mittels
PADs durch die Aluminiumplatte des Lüftesr gekühlt.
Bei
unserem Muster konnten wir leider ein deutlich höheres
Betriebsgeräusch des Lüfters als noch mit der Radeon
X850 XT bzw. Radeon X850 XT PE, die den gleichen Lüfter
verwenden, feststellen. Die im Handel erhältlichen Sapphire
Radeon X800 XL 512 MByte Grafikkarten werden dahingehend entsprechend
modifiziert, um einen leisen Betrieb sicherzustellen.
   
Dank dem zusätzlich verbauten externen
TSMD-Baustein von Silicon Image bietet die Sapphire Radeon
X800 XL 512 MByte die Möglichkeit bis zu zwei digitale
Ausgabegräte anzuschließen. Mittels Adaptern können
aber auch weiterhin zwei Röhrenmonitore betrieben werden.
   
Durch den auf der Rückseite angebrachten
Rage Theater Chip werden neben dem TV-Ausgang des Radeon X800
GPUs auch noch Video-Eingänge ermöglicht.
Über die am Ende des PCBs angebrachte gelbe Buchse können
mögliche Video-Buchsen des Front Panels des Gehäuses
mit der Grafikkarte verbunden werden. Kommt die kleine Radeon
X800 XL mit 256 MByte ohne externe Stromzufuhr aus, so muss
der große Bruder wieder an die Leine und direkt mit
dem Netzteil verbunden werden.
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