Sapphire Radeon X800 256 MByte und X800 XL 256 MByte
Einleitung :
Nachdem wir uns bereits ausführlich mit den neuen
Flaggschiffen der Radeon X850 XT und X850 XT Platinum Edition
beschäftigt haben, schauen wir uns nun die ebenfalls
am 1. Dezember 2004 vorgestellten X800 und X800 XL Grafikkarten
näher an.
Mit der Radeon X800 und X800 XL führt ATI zwei neue
Modelle ein, die besonders durch ihren attraktiven Preis
und gute Leistung überzeugen sollen.
Durch den Wechsel auf die 0,11 µm Fertigung ist ATI
nun in der Lage, die Leistung der X800 Serie zu deutlich
niedrigeren Preisen anbieten zu können. So wird X800
mit 12 Rendering Pipelines und 128 MByte DDR-RAM ab ca.
200 Euro zu haben sein. Die uns von Sapphire zur Verfügung
gestellte Radeon X800 mit 256 GDDR3 Speicher wird derzeit
für ca. 240 Euro gehandelt. Die X800 256 MByte tritt
in direkter Konkurrenz zur „normalen“ GeForce
6800, die etwas später folgende X800 mit 128 MByte
wird gegen die 6600 GT platziert.
Die im Internet schon als GeForce 6800 GT Killer bezeichnete
Radeon X800 XL kostet in unserer Ausführung ab 300
Euro. Durch die 16 Pipelines und die hohen Taktraten könnte
die Radeon X800 XL wirklich zu einem GeForce 6800 GT Killer
mutieren und ist dabei noch rund 100 Euro günstiger.
Anders als noch bei der „alten“ X800 Serie,
verspricht ATI eine deutlich bessere Verfügbarkeit,
durch den kleineren Fertigungsprozess, weniger Abwärme
und geringeren Strombedarf.
Mehr Details können wie immer unserem Review entnommen
werden.
Die Karten
Sapphire gehört wie immer mit zu den
Ersten unter den AIB-Partner von ATI, der die neuen X800-Modelle
ins Programm aufnehmen werden. Die von uns getesteten Modelle
sind bereits im Handel erhältlich.
Der Unterschied der beiden Grafikkarten ist sehr gering und
eigentlich nur unter dem Lüfter zu erkennen. Beide Modelle
werden mit dem seit längeren typischem Sapphire blauem
PCB ausgeliefert.
   
Bei beiden X800 Grafikkarten kommt 256 MByte
GDDR3 Speicher von Samsung mit einer Zugriffszeit von 2 ns
zum Einsatz. Die X800 kommt mit einem Speichertakt von gerade
einmal 350 MHz daher, die Radeon X800 XL nutzt mit 500 MHz
den spezifizierten Takt der Speichermodule aus. Besonders
die Radeon X800 dürfte noch einen recht großen
Spielraum zum Übertakten bieten, doch dazu später
mehr.
Der Speicher ist, wie bei der X800 Serie üblich, über
ein 256 Bit breites Interface angeschlossen.
   
Der Chiptakt der X800 und X800 XL liegt
mit 390 MHz zu 400 MHz sehr dicht zusammen. Während die
X800 XL die vollen 16 Pipelines des RV430 nutzt, stehen der
X800 nur 12 Pipelines zur Verfügung.
Die 256 MByte teilen sich auf 8 Chips mit jeweils 32 MByte
auf, von denen jeweils 4 auf der Vorder- und Rückseite
Platz finden.
Auf der X800 XL hat Sapphire die rückseitigen Speicherchips
mit kleinen blauen Kühlelementen versehen. Die restlichen
Speichechips auf der Vorderseite werden bei beiden Modellen
nicht mitgekühlt.
   
Die Kühlkonstruktion, die auf beiden
Modellen zum Einsatz kommt, ist eine Neuentwicklung, die von
den bisherigen Lüfterblättern abweicht.
Der Geräuschlevel fällt weder positiv noch negativ
auf und reiht sich etwas über dem Niveau einer Radeon
X800 Pro, XT und XT PE ein.
Beide Karten verfügen über einen VGA-, DVI-Anschluss
und einen TV-Out. Im Handel werden aber sicherlich auch VIVO
Grafikkarten der X800 und X800 XL zu finden sein.
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