Sapphire Radeon X850 XT PE und Radeon X800 für AGP
Die Karten
Schon
rein optisch kann kein großer Unterschied zwischen den
beiden Grafikkarten ausgemacht werden. Die Radeon X850 XT
verwendet einen Dual-Slot Kühler mit einem kompakten
PCB, die Radeon X800 kommt mit einem längeren PCB und
Singel-Slot Kühler daher.
Die Radeon X850 XT Platinum Edition ist
mit dem letzten nativen AGP Chip aus dem Hause ATI, dem R481,
ausgestattet. Beim R481 handelt es sich um einen leicht modifizierten
R480 mit internem AGP-Interface. Dieser Schritt war wohl nötig,
da der Railto-Chip mit Taktraten von über 500 MHz nicht
ohne weiteres zurecht kam.
Das
PCB der Radeon X850 XT PE PCI Express musste für die
AGP-Variante vollkommen neugestaltet werden. Dies resultiert
aus der vollkommen verschiedenen Leitungsführung von
AGP und PCI Express heraus. Ebenfalls die Stromversorgung
musste überarbeitet werden. Für die externe Zufuhr
kommt jetzt wieder der bekannte 3,5 Zoll-Stromstecker zum
Einsatz.
Den Funktionsumfang hat ATI aber fast kommplett beibehalten,
einzig die Möglichkeit eines zweiten DVI-Ausgangs der
X850 XT PE PCI Express wird nicht mehr geboten.
Die Kühllösung kennen wir schon
seit den ersten Radeon X850 XT und Radeon X850 XT PE Grafikkarten
für PCI Express.
Sapphire beschränkt sich lediglich darauf, den Lüfter
mit seinem Logo zu versehen. In Sachen Lautstärke setzt
der Kühler zwar keine neuen Maßstäbe, liegt
aber im erträglichen Bereich. Erst mit übertakteter
Grafikkarte ist der Lüfter teilweise sehr deutlich zu
hören.
 
Beim Speicher setzt Sapphire auf 256 MByte,
der sich aus insgesamt acht GDDR3 Speichermodulen von Samsung
zusammensetzt. Durch die Zugriffszeit von 1,67 ns ist der
Speicher für bis zu 600 MHz qualifiziert. Sapphire taktet
den Speicher mit 590 MHz, was den Vorgaben für die Platinum
Edition entspricht, gleiches gilt auch für den Chiptakt
von 540 MHz.
 
Der rückseitig angebrachte Rage Theater
ist für die vorhandenen Video-Eingänge der Grafikkarte
zuständig.
Ein
ganz anderes Bild liefert die Radeon X800 für den AGP-Port.
Im Gegensatz zur PCI Express Variante ist das PCB der AGP
Version ca. 3 cm länger und erreicht so Ausmaße,
die man bisher nur von NVIDIA Grafikkarten kannte. Jedoch
kann die Grafikkarte eigentlich in fast jedes Gehäuse
eingebaut werden, außer bei Barebones dürfte es
zu Problemen kommen.
Die
Länge des PCBs resultiert daher, dass man statt auf einen
nativen AGP-Chip, wie dem R481, auf einen PCI Express Grafikchip
setzt. Um dies zu ermöglichen wird auf der Rückseite
ein so genannter Brücken-Chip (Rivalto) verbaut, der
die AGP-Signale in PCI Express umwandelt.
Der verbaute R430 nutzt Radeon X800-typische
12 Rendering Pipelines und einen Takt von 390 MHz.
Die verbauten 256 MByte Speicher stammen ebenfalls von Samsung,
anstatt 1,67 ns, jedoch mit 2 ns. Getaktet wird der Speicher
nur mit 350 MHz und bietet somit noch einigen Spielraum für
etwaige Übertaktungsversuche, denn der Speicher ist bis
500 MHz spezifiziert.
  
Zur PCI Express Variante der Sapphire Radeon
X800 fällt der Kühler der AGP Grafikkarte etwas
größer aus, was sich aber weder negativ, noch unbedingt
positiv in der Geräuschentwicklung niederschlägt.
In einem geschlossenen Gehäuse mit leisem CPU Kühler
ist der Grafikkartenlüfter so gut wie gar nicht mehr
wahrzunehmen.
  
Beide Karten verfügen über einen
VGA-, DVI-Anschluss und einen TV-Out.
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