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Tyan Tachyon G9700 Pro
Einleitung
Den Namen Tyan werden viele mit Server- und Workstation Mainboards
in Verbindung bringen, doch seit letztem Jahr bietet Tyan
auch Grafikkarten basierend auf ATI Grafikchip an. Den Vertrieb
für Deutschland, Österreich, Schweiz und Tschechien
hat die deutsche Consus Solutions GmbH übernommen.
Die Karte
Wie
schon Hercules und neuerdings auch Gigabyte setzte auch Tyan
ein blaues PCB ein. Die Speicherchips und der Grafikchip werden
mit einem großen Kühlkörper auf der Vorder-
und Rückseite gekühlt, aufgrund des erhöhen
Gewichts sollte man die Tachyon 9700 Pro gut befestigen. Jedoch
muss die Karte beim Transportieren des PC nicht wie z.B. die
Sapphire Radeon 9700 Pro UE aus dem PC ausgebaut werden.
Im
Vergleich zur Referenz Radeon 9700 Pro ist die Tachyon 9700
Pro etwas länger, was auch einen sehr guten Grund hat.
Denn beim PCB (Printet Circuit Board) weicht man deutlich
von den Mitkonkurrenten ab und setzt nicht auf das Referenzdesign
von ATI, wie es die meisten Board-Partner verwenden.
Die für den normalen Anwender interessante Änderung
ist die Unterstützung von Hardware-Monitoring. Für
HW-Monitoring integriert Tyan einen Winbond W83272D Chip auf
dem PCB, welcher schon von zahlreichen Mainboards bekannt
ist.
Neben
der Temperatur von VPU und Speicher (beide Seiten) kann man
noch die Spannungen von VPU und Speicher über den Tachyon
Graphics Monitor auslesen.
Auch bei den Spannungsumwandlungen geht man teilweise einen
deutlich anderen Weg als das Referenzdesign von ATI, so kann
man ganz auf die übliche Metallplatte der Spannungswandler
auf der Rückseite verzichten, welche sich sonst deutlich
aufheizen (50 °C).
Weiterhin
wird aber eine externe Stromversorgung benötigt denn
für die Verlustleistung im 3D-Modus ist der AGP-Port
nicht ausgelegt. Zusätzlich würden noch ein paar
Dinge im PCB verbessert, welche aber für den Endkunden
eher unwichtig sind.
Radeon 9700 Pro-typisch bestückt auch Tyan die 9700 Pro
mit 128 MByte BGA-Speichermodullen von Samsung aus. Die Taktraten
sind wie bei der Konkurrenz 325 MHz für den VPU 310 MHz
für die Speichermodule.
Technische Daten
- ATI Radeon 9700 Pro (R300) VPU
- AGP 3.0-Spezifikation (AGP 8x/4x/2x)
- 325 MHz VPU-Takt
- 310 MHz Speichertakt
- 19,6 GB/sec Bandbreite
- 128 MB DDR Speicher, 2,8 ns (Samsung)
- 15 Pin analog Monitorausgang
- TV-Out (S-VIDEO) max. Auflösung: 1024x786
- DVI-I Ausgang max. Auflösung 1600x1280
- 2x 400 MHz RAMDAC, max. Auflösung : 2048x1536
- 3 Jahre Garantie
Lieferumfang
Consus stellte uns zum Review die Verkaufsversion der Tachyon
R9700 Pro zur Verfügung.
Die auf der Treiber-CD zu findenden Treiber sind schon etwas
älter, wir empfehlen deshalb schon vorab den neusten
Catalyst Treiber herunterzuladen. Demos oder Hydravision sucht
man ebenfalls vergeblich auf der CD. Als DVD-Player legt Tyan
den von InterVideo WinDVD-Player 4.0 bei.
Neben
dem DVI/VGA Adapter findet man noch den üblichen Adapter,
um S-Video mit einem Composite Kabel zu verbinden. Im Lieferumfang
ist sowohl ein langes S-Video als auch ein Composite Kabel.
Das Handbuch ist wie schon von Gigabyte in Englisch gehalten,
jedoch werden alle Schritte zum Einbau bis hin zu den Treibereinstellungen
alles sehr ausführlich erklärt. Sollte man ein deutsches
Handbuch benötigen, so besteht die Möglichkeit,
sich dieses bei Consus herunterzuladen.
Kommen wir nun zum wichtigsten dem: Tachyon Graphic Monitor.
Diese kleinen Utilities ermöglichen es, die Kate zu übertakten
und Temperaturen und Spannungen der Karte auszulesen.
Bei aktivem Hardware-Monitoring wird man zudem bei zu hohen
Temperaturen als auch beim Ausfall des Lüfters über
einen Piepser gewarnt.
Unter Windows 2000 als auch XP konnten wir mit der Software
1.0/1.01 und 1.2 keinerlei Problem feststellen, doch unter
Windows 98 SE meldete sich die Software 1.0/1.01 immer mit
einen „Device access deny“ Fehler, erst die neuste
Version 1.2 (Windows
98/ME und Windows
2k/XP) konnte hier Abhilfe schaffen.

 
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