Einleitung :
Noch nie waren PCs so leistungshungrig
wie heute, alleine nur die Prozessoren benötigen unter „Last“
so viel Leistung, wie ein kompletter Rechner vor gut 4 bis
5 Jahren. Wer den Prozessor noch etwas übertaktet und dabei
zusätzlich noch die Versorgungsspannung anheben muss, der
erreicht schnell Werte von über 150 Watt. Aber auch die
aktuellen Pixel-Beschleuniger aus Kalifornien und Toronto
kommen auf beachtliche Werte. Besonders die GeForce 6800
Ultra und Ultra Extrem stellen zurzeit die meisten Ansprüche
an die Spannungsversorgung.
Aber auch die kanadischen Beschleuniger der X800 Serie sind
alles andere als „wahre“ Stromsparwunder. Sehr wichtig ist
es, dass man ein Netzteil nicht unbedingt nur nach der Leistungsangabe
auswählt. Denn billige NoName Netzteile können meist nicht
einmal mit hochwertigen 350 Marken-Netzteilen mithalten.
Weshalb wir jeweils einmal ein High End Netzteil für einen
PCI Express- und einen AGP Rechner unter die Lupe nehmen
werden.
Unsere Wahl ist einmal auf das Tagan TG480-U01 und auf das
Enermax EG485AX-VHB(G) SFMA V2.0 gefallen.
Tagan
Das Tagan TG480-U01 Black-Edition ist ein Netzteil der
neusten Generation, das mit 480 Watt Gesamtleistung, genügend
Leistung für aktuelle und kommende PCs bietet.
  
Durch die so genannte Push-Pull Anordnung der beiden Lüfter,
sitzt der zweite Lüfter nicht im Deckel, sondern leicht
versetzt, direkt gegenüber. Somit sorgen die beiden
Gleitlagerlüfter aus dem Hause Tagan (1 x 80/25mm,
1 x 80/15mm) für optimale Kühlung des Netzteils.
Ein kleiner Nachteil hat die Push-Pull Anordnung aber auch,
die aufsteigende heiße Luft vom CPU wird etwas schlechter
abgeführt, als bei den normalen Netzteilen. Hier sollte
man eventuell mit einem langsam drehenden Gehäuselüfter
nachhelfen.

Durch die interne Temperaturregelung ist das Netzteil
so gut wie kaum hörbar. Bis zu einer Netzteillast von
50 % arbeiten beide Lüfter mit etwa 550 U/min. Bis
zu 80 % erhöht sich die Drehzahl auf gute 1200 U/min.
Die Lautstärke erhöht sich nur minimal, erst mit
maximaler Belastung würde man das Netzteil mit ca.
30 dB wahrnehmen können. Die Drehzahl würde nun
ca. 1850 U/min betragen. Das Betriebsgeräusch des Netzteils
dürfte auch mit leistungsstarken Systemen kaum bis
nur sehr gering wahrnehmbar sein.
  
Statt wie meist üblich sind die Lüfter nicht
verlötet, sondern gesteckt. Im Fall eines Defekts,
können die Lüfter sehr schnell und vor allem problemlos
getauscht werden. Das matt-schwarze Netzteil wirkt mit seinen
verchromten Lüftergittern eher dezent, kann aber auch
überzeugen. Allerdings sollte man beim Einbau etwas
Vorsicht walten lassen, um so ungewollte Kratzer im Lack
vermeiden zu können.
Ein im Ein- und Ausgang positionierter Überlastungsschutz
sorgt für maximale Sicherheit der empfindlichen Netzteilelektronik.
Doch das wahre Highlight des Taga TG480-U01 sind natürlich
die verschiedenen Anschlüsse, wovon mehr als genug
vorhanden sind. Um Störfelder fast gänzlich ausschließen
zu können, sind die Anschlusskabel entweder verdrillt
oder geschirmt. Die Anschluss-Pins sind vergoldet und gewährleisten
so einen dauerhaft sicheren Kontakt.
Insgesamt stehen dem Anwender folgende Anschlussleitungen
zur Verfügung:
- 1 x ATX (20-Pin/24-Pin)
- 1 x 12 Volt [P4 4-polig (ATX)]
- 1 x 12 Volt [P4 8-polig (BTX)]
- 10 x 5 1/4" (HDD-CDRom)
- 2 x 3 1/2" (Floppy)
- 1x Masseanschlusskabel
- 4 x S-ATA
- 2 x 5 1/4" für Grafikkarten
  
  
Dank der 2 separaten Versorgungsstränge für High-End
Grafikkarten ist das Tagan TG480-U01 das ideale Netzteil,
für GeForce 6800 Ultra und Ultra Extrem. Mittels Adapter
können die beiden Stränge aber auch zum Versorgen
von PCI-Express Grafikkarten genutzt werden, wo zwar keine
unabhängigen Stränge vorgeschrieben sind, doch
besser ist es alle Mal.
Lieferumfang
 
- Tagan TG480-U01
- ausführliches Manual (mehrsprachig)
- Kaltgeräteanschlusskabel
- Schrauben
- Zwei Kabelbinder
- Fünf Kabelbänder mit Klettverschluss
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