Einleitung :
Durch den Einzug einer Wasserkühlung in unser Aplus
CK-1026-9 Gehäuse musste das Festplattenkäfig
weichen, um der Pumpe mit Ausgleichsbehälter Platz
zu machen. In einem ATX Gehäuse gehören die 5,25’
Laufwerkschächte mit zum strömungstechnisch ungünstigsten
Bereich, weshalb dort eine Festplatte nicht nur entkoppelnd,
sondern auch noch zusätzlich Kühlen sollte.
Zalman bietet mit dem ZM-2HC2 ein Produkt an, das neben
der Entkopplung auch die Festplatte zusätzlich kühlen
soll. Ein Grund für uns, den ZM-2HC2 einmal näher
unter die Lupe zu nehmen.

Der Kühler
In den ZM-2HC2 kann jede 3,5“ Festplatte, IDE oder
SCSI, montiert werden. Der Kühler besteht aus zwei
Aluminiumblöcken, die sich links und rechts neben der
Festplatte befinden und über 11 Heatpipes miteinander
verbunden sind. Die Heatpipes sind aus Kupfer gefertigt
und leiten die Wärme dank einer chemischen Substanz
im Inneren schnell an die Umgebungsluft weiter.
Der Kühler bringt 275 Gramm auf die Waage und liefert
dabei eine Wärmeabgabefläche von 415 cm².
Durch die Gummipuffer ist die Festplatte nicht mehr mit
dem Metallgehäuse verbunden. Hierfür legt Zalman
ein entsprechendes Massekabel bei.
  
Durch den Verzicht auf die sonst meist üblichen Lüfter
zur Kühlung der Festplatte, arbeitet der Zalman 2HC2
Festplattenkühler absolut geräuschlos. Ein weiterer
Vorteil: Durch das Wegfallen von mechanisch beweglichen
Teilen ist die Lebenszeit des Kühlers extrem hoch.
Lieferumfang
Der Lieferumfang enthält
alles, was man zur Montage des ZM-2HC2 benötigt, lediglich
ein Kreuzschraubendreher muss vorhanden sein.

Montage
Die Montage des ZM-2HC2 gestaltet
sich sehr einfach und ist innerhalb weniger Minuten abgeschlossen.
Zunächst den HDD-Kühler mit der Festplatte verschrauben,
dann die Entkopplergummis samt Masseleitung anbringen und
schon kann die Festplatte im 5,25“ Schacht verbaut werden.
   
Dank der beiliegenden Bohrschablone
kann die Festplatte an einer beliebigen Stelle im Gehäuse
montiert werden.
Temperaturmessung
Die Messung wurde im Aplus
CK-1026-9 Gehäuse durchgeführt. Gekühlt
wird der CPU über eine Wasserkühlung aus dem Hause
innovatek, als Grafikkarte kam eine Leadtek GeForce 6800 GT
zum Einsatz. Im Gehäuse ist ein zusätzlicher ausblasender
120 mm Lüfter mit 1600 U/min installiert. Das Testobjekt
war eine 80 GByte S-ATA ExcelStor Festplatte, die Drehzahl
beträgt 7200U/min.

Obwohl die Festplatte im 5,25“ Schacht
nun am strömungstechnisch ungünstigsten Bereich
im Gehäuse sitzt, ist sie ca. 5°C kühler als
zuvor im Festplattenkäfig. Was u. a. draus resultiert,
dass die Festplatte nicht mit dem Käfig verschraubt ist,
sondern lediglich über Schienen eingeschoben wurde.
Fazit
Besonders in Low Noise
Computern kann es durch die Dämmung und das Wegfallen
der Gehäuselüftung sehr schnell vorkommen, dass
die empfohlene Maximaltemperatur der Festplatten (je nach
Hersteller und Model zwischen 55 und 70 °C) erreicht wird.
Genau hier kann der Zalman HDD-Kühler Abhilfe schaffen
und dank der Abgabefläche von 415 cm² reduziert
sich besonders die Spitzentemperatur teilweise sehr deutlich.
Wunder vollbringt der ZM-2HC2 aber auch nicht, ohne eine gewisse
Gehäusezirkulation reicht auch seine Kühlleistung
alleine nicht mehr aus, insbesondere bei schnell drehenden
Festplatten.
Neben der Kühleigenschaft kann besonders
die Entkopplung durch die Gummipuffer überzeugen. In
Verbindung mit dem günstigen Preis erhält der Zalman
ZM-2HC2 unseren Preistipp-Award.

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