| Mythos
Wasserkühlung – Innovatek XXD Set
Montage
Je nach Gehäuse gestaltet sich die Montage
mehr oder weniger aufwendig. Als Faustregel gilt: „Je
kleiner das Gehäuse, umso mehr muss vorher geplant werden.“
Bei unserem Aplus CK-1026-9 mussten wir den Metallkäfig
für die Festplatten ausbauen, um so die Pumpe anbringen
zu können. Die Festplatte wanderte mit der Zalman
ZM-2HC2 HDD Heatpipe Kühler in einen 5,25" Laufwerkschacht.
Je nach Set (Passiv oder Aktiv) und einbauabhängig
wird einmal mehr oder weniger an Werkzeugen benötigt.
Eine Bohrmaschine oder besser noch ein Akkuschrauber samt
Bohrersortiment (1-10 mm) sowie entsprechende Schraubendreher
und Maulschlüssel sollten mindestens vorhanden sein.
Zum Entgraden der gebohrten Löcher empfehlen wir entsprechende
Kegelsenker zu benutzen, denn beim Durchführen des Schlauches
können die scharfen Kanten den Schlauch beschädigen.
Wer, wie wir, aus Platzgründen genötigt ist, den
Radiator außerhalb des PC Gehäuses anbringen zu
müssen, der benötigt zusätzlich noch Blechschälbohrer
oder muss die Löcher mit der Feile erweitern.

Als ersten Schritt sollte man sich gut überlegen,
wo die wichtigsten Komponenten (Radiator, Pumpe und Ausgleichsbehälter)
im Gehäuse unterzubringen sind. Besonders in kleineren
Gehäusen müssen stellenweise einige Veränderungen
(siehe oben) vorgenommen werden, um die Wasserkühlung
problemlos einbauen zu können. Bevor man den PC demontiert,
sollte man sich alle Bohrlöcher mit eingebautem Mainboard,
Netzteil, Laufwerken, Lüfter, .... anzeichnen.
Grundsätzlich befindet sich die Pumpe
samt aufsteckbarem Ausgleichsbehälter am Boden des Gehäuses.
Der Radiator sollte eine direkte Verbindung nach außen
haben und ist daher an eine Lüfteröffnung des Gehäuses
oder an einer anderen geeigneten Stelle zu montieren.
Bevor nun die Pumpe mit dem Gehäuse
verschraubt wird, sollte zuerst der beiliegende Ausgleichsbehälter
aufgesteckt und das im Lieferumfang enthaltene Auslassstück
auf die Pumpe geschraubt werden. Nach der Pumpe ist der Radiator
entsprechend den Empfehlungen anzubringen und mit den Lüftern
zu versehen. Um die optimale Leistung des Radiators zu gewährleisten,
ist der bzw. die Lüfter blasend zu montieren.
Nun erfolgt die Montage des CPU-Kühlers
auf dem Mainboard. Während bei Intels Sockel 478 das
vorhandene Retention Modul und beim Sockel 775 die vorhandenen
Löcher weiterverwendet werden können, müssen
für AMDs Sockel 754 und 939 die Retention Module getauscht
werden. Somit gestaltet sich die CPU-Kühler Montage,
wie bei den meisten herkömmlichen Lüftkühlern
auch.

Nachdem nun die Eckpunkte des Kühlkreislaufs
installiert wurden, beginnt nun das Verlegen der Schläuche.
Dabei sollte man jedoch peinlichst genau darauf achten, dass
die Schläuche keine Knicke aufweisen und auch nicht zu
kurz sind und spannen. Zwar kann der Schlauch auch mit einem
Messer geschnitten werden, doch für bessere Schnittkanten
empfehlen wir einen Seidenschneider.
Mit dem beigelegten Winkeladapter können vorhandene Engstellen
umgangen werden, damit man die Schläuche auch "um
die Ecke" legen kann, ohne sie zu knicken. Nach einigen
Tagen sollte man alle Verschraubungen noch einmal kräftig
nachziehen.
Damit wäre die Installation sämtlicher
Kühlkomponenten erfolgreich abgeschlossen und die "Bewässerung"
der Anlage kann erfolgen.
Zunächst wird ein Wasser/Zusatz-Gemisch
aus destilliertem Wasser und innovaProtect mit einem Mischungsverhältnis
3:1 (destilliertes Wasser zu innovaProtect) hergestellt. Die
Konzentration von innovaProtect sollte 25 Prozent nicht unterschreiten
und 55 Prozent nicht überschreiten. Dank des beiliegenden
Adapters muss nicht der ganze Rechner gestartet werden, um
die Wasserkühlung zu entlüften.

Hinweis: Das Netzteil nicht
ohne Verbraucher starten, Lüfter, CD-ROM Laufwerke,....
weiter angeschlossen lassen. Sobald man nun den Powerschalter
(falls vorhanden) am Netzteil umlegt, springt das Netzteil
an und das System kann befüllt werden, ohne dass der
ganze Rechner gestartet wird. Die Entlüftung der Wasserkühlung
sollte mit sehr viel Sorgfalt durchgeführt werden, denn
im Kühlkreislauf enthaltene Luftblasen können die
Kühleigenschaft negativ beeinflussen.
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