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GeForce-6600 im Detail

 
Artikelinfo 
Publiziert:
13 . August 2004
Von:Wenzula
Kategorie:
Previews

Einleitung und Rückblick:

nVIDIA hatte es in den letzten anderthalb Jahren wahrlich nicht einfach. Nachdem man mit der GeForce I und dann mit der GeForce 2 GTS zum unangefochtenen Spitzenreiter aufstieg und Firmen wie 3DFx vom Markt verdrängte bzw. aufkaufte und zwischenzeitlich mit der GeForce 3 bzw. 4 keinen Konkurrenten fürchten musste, begann das ganze Debakel vor gut zwei Jahren mit dem Release des R300, vielen besser bekannt als Radeon 9700 Pro. Urplötzlich und völlig unerwartet warf der ewige Zweite und „Erzfeind“ ATi Technologies einen Chip auf den Markt, der selbst eingefleischte Journalisten und Kenner der Szene vom Hocker haute. Der Schock muss nVIDIA im August 2002 tief gesessen haben, als man erkannte, dass man jahrelanger Technologie/Performance Führerschaft mal wieder nur die zweite Geige spielte. Besonders in dem Wissen, dass der eigene Chip in Form der GeForce FX (NV30) dem High-End Pendant von ATi nicht das Wasser reichen könnte. Zwar probierte man der drohenden Niederlage mit „MHz“ beizukommen, aber wie wir letztendlich alle wissen, ging dieser Schuss deutlich nach hinten los, denn die GeForce FX 5800 Ultra war nicht nur langsamer, besonders in DirectX 9 Anwendungen, sondern war aufgrund des astronomischen Taktes von 500 MHz so laut, dass nVIDIA für herbe Kritik für die so genannte FlowFX Kühlung einstecken musste. Hinzu kam dann noch, dass sich der Chip monatelang verzögerte und erst mit knapp 4 monatiger Verspätung zu haben war. Lustiger Weise präsentierte die in Santa Clara ansässige Firma nur einen Monat nach der Verfügbarkeit der GeForce 6800 Ultra schon den Nachfolger, den NV35. So, dass der NV30 eigentlich eine Totgeburt war. Zwar konnte man mit dem GeForce 5900 Ultra (aka NV35) der eklatanten Schwächen (DX9 Performance und FLowFX) wieder ausbügeln, aber dennoch reichte dies nicht aus, um ATi das Wasser zu reichen.

Das nVIDIA es besser kann, haben die Kalifornier schon mehrere Male bewiesen. So war es dann eigentlich auch nur eine Frage der Zeit bis nVIDIA zurückschlagen würden. Dies geschah dann auch am 14. April diesen Jahres mit der Vorstellung der GeForce 6 Serie und deren High-End Ableger der GeForce 6800 Ultra, die sowohl technologisch, als auch performance-technisch die alten Verhältnisse wieder herstellte und nVIDIA erstmal wieder als klaren Gewinner aus dem Rennen um die Performance-Krone hervorgehen ließ. Natürlich ließ die Antwort von ATi Technologies nicht lange auf sich warten, die im Mai mit der Radeon X800 Serie und speziell mit der X800 XT Platinum Edition gleichziehen konnten. Während es im High-End Segment also unentschieden steht, gibt es im Low-End- und vor allem im Mainstream-Markt noch einiges zu holen. Dies gilt insbesondere für nVIDIA, denn auch dort herrschen noch die Altlasten des GeForce FX „Debakels“ in Form der GeForce FX 5700 (Ultra) vor, die zwar nicht so ein Reinfall wie die GeForce FX 5800 Ultra war, aber dennoch nie der Radeon 9600 XT bzw. X600 XT wirklich das Wasser reichen konnte. Um auch diesen Makel aus der Welt zu schaffen, hat nVIDIA auf der seit gestern laufenden Quakecon, die vom 12. bis 15. August in Grapevine (Texas) stattfindet, nun endlich Nägel mit Köpfen und die GeForce 6600 vorgestellt.



 
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