GeForce 7800 GTX Tech-Preview
Rückblick und Einleitung:
NVIDIA hatte es in den letzten zweieinhalb Jahren wahrlich nicht einfach. Nachdem man mit der GeForce I und dann mit der GeForce 2 GTS zum unangefochtenen Spitzenreiter aufstieg und Firmen wie 3DFx vom Markt verdrängte bzw. aufkaufte und zwischenzeitlich mit der GeForce 3 bzw. 4 keinen Konkurrenten fürchten musste, begann das ganze Debakel vor gut drei Jahren mit dem Release des R300, vielen besser bekannt als Radeon 9700 Pro. Urplötzlich und völlig unerwartet warf der ewige Zweite und „Erzfeind“ ATI Technologies einen Chip auf den Markt, der selbst eingefleischte Journalisten und Kenner der Szene vom Hocker haute. Der Schock muss NVIDIA im August 2002 tief gesessen haben, als man erkannte, dass man jahrelanger Technologie/Performance Führerschaft mal wieder nur die zweite Geige spielte.
Das
NVIDIA es besser kann, haben die Kalifornier schon mehrere
Male bewiesen. So war es dann eigentlich auch nur eine Frage
der Zeit bis NVIDIA zurückschlagen würden. Dies
geschah dann auch im April des letzten Jahres mit der Vorstellung
der GeForce 6800 Ultra, die sowohl technologisch, als auch
performancetechnisch die alten Verhältnisse wieder herstellte
und NVIDIA erstmals wieder als klaren Gewinner aus dem Rennen
um die Performancekrone hervorgehen ließ. Natürlich
ließ die Antwort von ATI Technologies nicht lange auf
sich warten, die im Mai mit der Radeon X800 Serie und speziell
mit der X800 XT Platinum Edition gleichziehen konnten.
Aber nicht nur technologisch ging es wieder berg auf, sondern
auch finanziell, denn dank der guten Verkaufszahlen der GeForce
6 Familie und zahlreicher lukrATIver Deals, wie zum Beispiel
mit Intel
und Sony
konnte NVIDIA einen Rekordgewinn nach dem anderen einfahren
und liegt, zumindest was den Aktienkurs angeht, wieder vor
den Kanadier.

Gut vierzehn Monate nach der Vorstellung der GeForce 6800 Ultra war es mal wieder an der Zeit, dass die in Santa Clara ansässige Firma ihre High-End Produktlinie einem Update unterzieht, zumal ATI dies schon Anfang des Jahres getan hatte. Zwar handelt es sich - grob gesehen - bei der GeForce 7800 GTX um einen Chip der NV4x Serie, aber dennoch haben die Kalifornier mehr als nur ein bloßes Speed-Update (Radeon X850 XT PE) aus dem Hut gezaubert. Die Spezifikationen entsprechen dabei im wesendlichen denen, die in den vergangenen Monaten auf zahlreichen Websites als unbestätigte Gerüchte erschienen sind. Das Wichtigste hier in Kürze:
- 302 Mio. Transistoren
- Chip wird bei TSMC in 0.11 mikron produziert
- 24 Pixelpipelines
- 1 TMU pro Pipelines
- Support für Vertex- & Pixel Shader 3.0
- 4x Rotated Grip Multisampling (inkl. Transparecy AA.)
- Bis zu 16x Anisotropes Filtering
- Achtfach ausgelegter Vertex Shader mit Texture Sampling-Unit
- 256 Bit Speicherinterface
- Bis zu 512 MB GDDR3-Speicher
- Referenzlüfter ist Single-Slot
- Natives PCI-Express x16 Support
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