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NVIDIAs SLI – Die Leistung von Morgen schon Heute Teil I

Gigabyte 3D1: Die Kraft der zwei Herzen

Im Dezember 2004 sorgte Gigabyte mit der 3D1 für großes Aufsehen. Kaum einer hat es bis dato für möglich gehalten, auf ein Board mit zwei Chips im SLI-Modus zu verbauen.

 

Die Entwicklung und Produktion erfolgte bei Gigabyte unter strengster Geheimhaltung, nicht einmal NVIDIA wusste von diesem Projekt.
Gigabyte kann sich somit rühmen, NVIDIAs erste Multi-GPU-Karte hergestellt zu haben, bisher hatten nur 3DFx und ATI Multi-GPU-Karte im Programm (3DFx Voodoo 5 Serie und ATI Rage Fury MAXX).

Das PCB (Printed Circuit Board) ist im typischen Gigabyte-blau gehalten und misst eine Länge von 21 cm, zum Vergleich eine ATI Radeon X850 XT kommt auf 18,5 cm.
Den beiden GeForce 6600 GT Grafikchips stehen jeweils 128 MByte GDDR3-Speicher, der über ein 128 Bit breites Speicherinterface angebunden ist. Auch wenn diese Daten zu Werbezwecken gerne einfach addiert werden, entspricht besonders das 256 Bit Speicherinterface samt 256 MByte nicht den Tatsachen. Physikalisch sind zwar 256 MByte GDDR3-Speicher verbaut, doch durch NVIDIAs SLI Technologie müssen beiden Chips die gleichen Texturen zur Verfügung gestellt werden.
Die Grafikchips kommunizieren mit dem nForce 4 jeweils über acht PCI-Express-Lanes, die dann zu einer PCI-Express x16-Karten zusammengeführt werden. Somit nutzt auch die 3D1 die gleich Anbindung an den Chipsatz, wie zwei „normale“ GeForce 6600 GT Grafikkarten im SLI-Modus.

Um der 3D1 einen kleinen Vorteil gegenüber den meisten anderen GeForce 6600 GT Platinen zu verschaffen, verbaut Gigabyte nicht den 2ns GDDR3-Speicher von Samsung, sondern die schnellere Variante mit 1,6 ns. Statt den üblichen 500 MHz liegt der Speichertakt bei 560 MHz, woraus sich ein Bandbreitenvorteil von fast 2 GByte/s gegenüber der herkömmlichen GeForce 6600 GT ergibt. Nach oben ist für Overclocker dank dem spezifizierten 600 MHz noch etwas Luft.
Die Grafikchips an sich, werden mit den von NVIDIA vorgegebenen 500 MHz betrieben.

Um den Strombedarf der beiden GeForce 6600 GT GPUs decken zu können, hat Gigabyte den bekannten sechspoligen PEG-Stromanschluß am Ende des PCBs angebracht. Während sich eine 6600 GT mit der bereitgestellten Leistung von 75 Watt begnügt, liefert der PCIe x16-Slot nicht genügend für zwei Kerne.

Der große Doppel-Kühler ist komplett aus Kupfer gefertigt und wird durch zwei entgegengesetzt drehende Lüfter gekühlt. Kontakt hat der Kühler allerdings nur zu den GPUs, die Speicherchips werden nicht mitgekühlt. Aufgrund der stärkeren Wärmeentwicklung der Spannungswandler, versieht diese Gigabyte mit einem passiven Kupferkühler.

Für die Ausgabe auf einem entsprechenden Endgerät hat Gigabyte einen DVI für die digitale und jeweils einen D-Sub und TV-Out für die analoge Ausgabe verbaut. Theoretisch könnte auch noch der zweite Grafikkern zwei Ausgänge zur Verfügung stellen, die hier jedoch nicht genutzt werden.

Neben dem DVI-Adapter liegt für den TV-Ausgang eine kleine Box bei, die drei Cinch-Buchsen für RGB, sowie eine S-VHS-Buchse zur Verfügung stellt. An Software liefert Gigabyte folgendes mit: Treiber-CD mit CyberLink PowerDVD 5, Joint Operations - Typhoon Rising und Thief - Deadly Shadows.
Leider fehlt im Lieferumfang der 6-polige Adapter für die Grafikkarte, was besonders bei nicht vorhandenem Stecker am Netzteil für Probleme sorgt.


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